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Sozialraumorientierung mit mikroökonomischen Mitteln

Aus der Arbeit mit asylsuchenden, traumatisierten Flüchtlingen gibt es den Ansatz, dass es genauso traumatisierend ist, nur empfangen und nichts geben zu dürfen. d.h. Geld für das Überleben aber kein Recht zu haben, arbeiten zu dürfen und damit TeilnehmerIn im volkswirtschaftlichen Wertschätzungskreislauf zu sein.

Kernproblem:

Der Status, nur empfangen und nichts geben zu dürfen, lässt sich auch auf Benachteiligte, ob durch Arbeitslosigkeit, soziale Vererbung, psychosoziale oder gesundheitliche Umstände, übertragen. Um Partizipation zu ermöglichen, braucht es also keine Angebote, die als "Geschenk" angetragen werden, oder Angebote, die zwanghaft aufgelegt sind. Nehmen und Geben, Vereinbarungen statt Pflichten oder "Almosen" können ein Motor für Engagement in der eigenen Lebenswelt sein.


Mikroökonomische Anreize statt sympathiebedürftige Appelle zur Freiwilligkeit

Es geht also um Vereinbarungen, die auf Augenhöhe ausgehandelt werden. Denn nur so können sich "Hilfsangebote" und "Benachteiligte" als Partner begreifen und sich durch gegenseitiges Feedback und Erinnerungen helfen, den "inneren Schweinehund" zu überwinden. Diese Zweckbeziehungen, also Vereinbarungen zwischen Menschen, die nicht auf Sympathie sondern auf gegenseitigen Vorteilen basieren – in ihrer einfachsten Form auf Geld -  können nur durch gegenseitigen Respekt und mit gemeinsamen „Spielregeln“ langfristig immer wieder belebt werden.


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