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Partizipatives Casemanagement im Übergangssystem

Unter dem Kurzbegriff „Übergangssystem“ verstehen wir Bildungsgänge, die unterhalb einer qualifizierten Berufsausbildung liegen bzw. zu keinem anerkannten Ausbildungsabschluss führen, sondern auf eine Verbesserung der individuellen Kompetenzen von Jugendlichen zur Aufnahme einer Ausbildung oder Beschäftigung abzielen und zum Teil das Nachholen eines allgemeinbildenen Schulabschlusses ermöglichen.

Die Gründe für den ausbleibenden Anschluß an die Arbeitswelt sind vielfältig – und so unterschiedlich sind auch die Maßnahmentypen und die gesamte Förderstruktur.


Kernproblem:

Jugendliche stehen im Übergangssystem einem Maßnahmen- und Angebotsdschungel gegenüber. Es fehlt ein für und mit ihnen persönlich angelegter Roter Faden. Nach Besuch eines Programms, folgt häufig kein weiteres, was in Abstimmung zu dem bereits erreichten im ersten Programm steht.


Zwar versuchen einzelne Angebote möglichst individuelle Konzepte und Verläufe zu organisieren, sind aber hinsichtlich der zu investierenden Zeit und des Informationsstandes maßlos überfordert.

Das „Rad“ wird so in jeder Maßnahme neu erfunden und nicht kontinuierlich optimiert. Informationsportale scheinen in den letzten Jahren die versuchte Antwort darauf zu sein. Jedoch wird zunehmend festgestellt, dass Information allein – und vor allem verborgen in schlecht gepflegten Internet-Datenbanken – nicht den aktuellen Bedarf bedienen können.



In Anbetracht dessen zeigt sich, dass eine Regelförderung von Programmen zwar eine gewisse Kontinuität und somit Übersichtlichkeit hervorbringt, dem Problem des Transfers hinsichtlich ihrer Passgenauigkeit untereinander aber nicht entgegenwirkt. Je nach Maßnahme und persönlicher „Schieflage“ werden sukzessiv viele unterschiedliche Profilings mit unterschiedlichen Zielkriterien (Jobcenter, Jugendamt, VBO etc.) durchgeführt. Der Betroffene entwickelt so völlig ungewollt, aber in der Sache nicht verwunderlich einen fremdgesteuerten, gespaltenen und passiven Status.


Unter dem Arbeitstitel Partizipatives Roter Faden Management versucht Caiju mit der Projektplattform Roter Faden, diese Profilings von Jugendliche zielgruppenorientiert und vor allem zielgruppenbasiert anzulegen. Dabei sollen nicht die Probleme, sondern die Potentiale der Zielgruppen herausgearbeitet werden. Letzlich ist dies die Konsequenz einer Sozialraumorientierung: Ressourcen entdecken, aktivieren und verankern. In bestimmten Ansätzen ist es heute zwar theoretisch angelegt, in sich aber praktisch kaum umgesetzt.


Ansatz im Praxis:  Roter Faden   Roter Faden bei YouTube

Projekt-Archiv

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