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Internetgestützte Engagementsprozesse

Technik kann für uns nicht die Aufgabe übernehmen, unsere Rollen und Beziehungen in sozialen Prozessen festzulegen, kontinuierlich zu hinterfragen und zu optimieren. Gerade wenn Menschen engagiert sind, sind sie vom Wunsch erfüllt, etwas mehr zu tun, als dass, was sich aus der aktuellen Rolle ergibt.

Daniel Roob, Leiter der Softwareentwicklung bei Caiju Projekte, fasst zusammen:

Kernproblem:

Die Herausforderung an eine Software zum Management sozialer Prozesse ergibt sich größtenteils aus der Heterogenität der Teilnehmerschaft und der damit verbundenen Anzahl einzubeziehender Faktoren sowie deren Bewertung aus Sicht der Akteure. Systemübergreifend ist eine Einbeziehung der Kommunikationskanäle aller TeilnehmerInnen notwendig. Ein Jugendlicher, der über keinen Internetanschluß verfügt, darf von einer internetbasierten Software nicht benachteiligt werden. Um die Menschen fair und entsprechend ihrer Ressourcen zu behandeln, ist eine Kombination von absoluter Diskretion und Transparenz, von Multiplikation und unterstützender Hierarchie nötig. Daten müssen flexibel eingegeben und trotzdem verglichen, überprüft und unter den implizierten TeilnehmerInnen diskutiert werden können, ohne die Würde und die Teilhabe zu gefährden.


Für alle Caiju Projekte ist Softwareentwicklung ein integraler Teil der Konzeption. Die Szenarien sind komplex und erfordern eine Begleitung der Prozesse durch eine für den Kontext programmierte Administrationssoftware, die - um die Mobilität der Teilnehmer und Coaches zu unterstützen - konsequent internetbasiert ist.

Am Beispiel von Stadtteil Bewegt lassen sich die wichtigsten Merkmale auflisten:

  •  Mit einem differenzierten Rechtesystem werden zugleich stadtteilweit Potentiale miteinander verknüpft und ein Höchstmaß an Datenschutz gewährleistet. Vom leitenden Coach-Team ausgehend haben Multiplikatoren nur auf Daten Zugriff, die von den Zielpersonen freiwillig zur Verfügung gestellt wurden. Ein implizites System von begleitenden Kommentaren wird immer nur im Einzelfall für den Zugriff durch Multiplikatoren bestimmt. Damit wird die Verantwortlichkeit möglichst passgenau von den professionellen Coaches an engagierte BürgerInnen übertragen.

  • Durch ein erweiterbares Kategorien-System wird Partizipation und Eigeninitiative schon ab den ersten informellen Schritten methodisch unterstützt. Mit der Stadtteil Bewegt Community Administration Monitoring Software (CAM) werden – anders als bei herkömmlichen Monitoring-Systemen bspw. bei Behörden -  unvorhersehbaren Hürden und Schwankungen antizipiert. Der Kontaktstand der einzelnen Fälle hat in CAM Platz für viele „Grauzonen“, wobei die Zuständigkeit unter den Coaches und Multiplikatoren immer eindeutig platziert wird und kontinuierlich, entsprechend der vorhandenen Ressourcen, verändert werden kann.

  • In sozialen Prozessen werden mögliche Synergien zwischen Projekten in verschiedenen Sektoren oft nicht erkannt bzw. wegen großer organisatorischer Hürden nicht versucht. Mit CAM ermöglicht ein bei allen Entwicklungen eingebauter Bedarfs/ Ressourcen-Spiegel schnelle Verknüpfungen zwischen gemeinnützigen und marktorientierten Szenarien.

Mehr unter Stadtteil Bewegt - Auftakt

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