Die Jugend als Motor gesellschaftlicher Beteiligung

Die Arbeitswelt in Deutschland, als auch innerhalb der Europäischen Gemeinschaft, verlangt heute mehr als fachspezifisches Wissen und Können. Sie ist ein heterogener, komplexer Sektor mit spezifischen, individuellen Anforderungen und Kompetenzen. Oft machen Jugendliche diese Erfahrung zu spät – nämlich erst dann, wenn sie bereits mitten im Eintritt in die Arbeitswelt befinden.



Kernproblem:

Mit einem Fünftel aller Haupt- und Realschüler ohne Schulabschluss und hohen Quoten von nicht ausbildungsreifen Jugendlichen ist der Übergang Schule Beruf - kurz das "Übergangssystem"- zu einem unserer größten gesellschaftlichen Problemen geworden. Dabei haben wir es hierbei längst nicht mehr nur mit einem Problem unter Jugendlichen oder ausschließlich den Bildungsbereich betreffend zu tun. Betriebe der alternde Gesellschaft stellen einen zunehmenden Fachkräftemangel fest. In den Lebenswelten verfestigt sich die Verkrustung und die Bildungsferne mit Armutsquatieren, die hohe volkswirtschaftliche Kosten zu Folge haben. Die Handlungsfelder der Stadtentwicklung (Programm Soziale-Stadt), der Bildung, die Übergangssysteme, Soziales, Arbeitsmarkt und Integration sind gefordert, gemeinsame Instrumente und Strategien zu finden.



TeenKom ist ein "Brückenbauer-Projekt". Der Ansatz nutzt in der Tat etwas ganz Einfaches, womit jede/r BürgerIn etwas verbinden kann: Eine Neuauflage der altbekannten Nachbarschaftshilfe. Während es sich an der Oberfläche um einen "Deal" mit jugendlichen "Blitzjobbern" und auftraggebenden "Kunden" handelt, entsteht durch die Vernetzung der TeilnehmerInnen im Stadtteil eine Bildungsplattform auf der Basis bürgerschaftlichen Engagements.

Die Vernetzung agiert an den Schnittstellen zwischen Schulen, Lebens- und Arbeitswelten, bestehender Beratungsstellen und Maßnahmen der Berufsvorbereitung und schafft mit ihrer mobilen Spielkultur eine leichtfüssige, schnell agierende Voraussetzung für Selbstwirksamkeit unter teilnehmenden Jugendlichen sowie unter teilnehmenden und vernetzten Akteuren aus den Betrieben, Verwaltungen und Bürgerschaft.


Mit über 700 Blitzjobs, umgerechnet über 2.000 Stunden Arbeitswelterfahrung und bürgerschaftlichem Engagement im Modellprojekt TeenKom Schöneweide zwischen September 2008 und Juni 2010, sowie dem eigens für das System entwickelte, internetgestützte Software und mit ersten weiteren Pilotprojekten in anderen Berliner Stadträumen (Neukölln und Marzahn-Hellersdorf) ist TeenKom bereit für den überregionalen Transfer.

Auf dieser Internetseite können Sie mehr über Methoden und Instrumente, Förderer, Partner und Beteiligte und über das TeenKom Modell lesen. Zudem finden sie hier 16 kurze Filme mit Blitzjobs und Aussagen von "Kunden", "Blitzjobber" und angefragten BürgerInnen. Oder Sie besuchen die TeenKom Projektseite.

Kontakt: info_at_teenkom.de


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Per Traasdahl,
15.01.2012 12:46
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info Caiju,
20.06.2010 19:15

Projekt-Archiv

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