Stadtteil-Pilot

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Unterschiedliche Leistungsmilieus als Ressource für die Berufswegeplanung

Zielgruppe: Nicht-ohnehin-motivierte junge Menschen

Mit "Stadtteil-Pilot" wollte Caiju eine weitere Herausforderung für die Innovationswerkstatt angehen. Im Mittelpunkt stand die Erforschung von Arbeitsweltintegration unter nicht ohnehin motivierten jungen Menschen. Mit den Konzeptionsplattformen ⇨ Stadtteil bewegt (2009-2011) und ⇨ Roter Faden (ab 2010) standen Fragen nach den Anforderungen an die eingesetzten Instrumente sowie Fragen über das Rollenverständnis der Stakeholder im Vordergrund. Stadtteil-Pilot sollte sich nun vornehmlich mit der Auslotung unterschiedlicher Leistungsmilieus als Ressource für die Berufswegeplanung beschäftigen.

 

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Eine Maßnahmenvielfalt zur Arbeitsweltintegration junger Menschen

Nicht die Beschäftigung mit sich selbst, sondern die Bedeutung, die man für andere Menschen hat, formt die Quelle der Motivation und Zielsetzung.

Arbeitsweltintegration bedeutet nicht, im Arbeitsmarkt seinen beruflichen Platz zu finden, sondern den vorausgehenden und viel wichtigeren Schritt, Eigeninitiative und Ehrgeiz für den beruflichen Werdegang zu entwickeln. Das Gefühl der Selbstwirksamkeit kann insbesondere durch einen selbst verdienten Lebensunterhalt mobilisiert werden. 

Im Projekt Stadtteil-Pilot gelang es dem Caiju-Team in Projektleitung von Alessa Meuer, ein vielfältiges Instrumentarium in unterschiedlichen Szenarien passgenau einzusetzen. Ausgehend von ⇨ TeenKom Blitzjobs konnten die bereits ausgereiften Instrumente "BerufeHaus" und "Das Blumenprojekt" erfolgreich eingesetzt werden und eine Vielfalt von Handlungsräumen sicherstellen. Dazu kam mit dem Film "Blitzlicht" und der Methode "BeratungsSpiel" ein neues Handlungsfeld, indem "Jugendliche zu Mitproduzenten öffentlicher Fachdiskussionen" wurden. Auch 2010 bereits begonnene Ansätze des Instruments ⇨  Roter Faden konnten im punktuellen Umgang mit institutionell eingebundenen Jugendlichen wieder aufgegriffen und überarbeitet werden. Anhand von "4-Augen-Gesprächen" sowie des Formats "Meine 100%" konnten Jugendliche partizipativ begleitet werden, ohne sie lange kennen zu müssen.

Zu den unlösbaren Fragen von Stadtteil-Pilot gehörte vor allem förderstrukturelle Inflexibilität. So scheint es aktuell nicht möglich, die institutionelle Gebundenheit der Jugendlichen graduell durch sozialräumliche Handlungsfelder zu ersetzen. Betreuung steht damit vor der Motivation zur Eigeninitiative der Jugendlichen.

Ausfürliche Berichte über die eingesetzten Methoden sind weiter unten zu finden. Alle von Caiju entwickelten Ansätze (sowohl einzelne als auch strategisch aufeinander aufbauende Module) tragen die Vision in sich, sozialräumliche Ressourcen viel stärker in die Lösung von sozialen Problemen einzubeziehen. Dies allerdings macht es nötig, dass sich der Fokus von Einzelinstitutionen (z.B. Schulen oder betreuten Wohnprojekten) verändert und sich über das Betreuungsmodell hinausentwicklt. Im Rahmen von Lern- und Reifeprozessen wäre es fruchtbarer, wenn sich die involvierten Fachkräfte stärker als "Katalysatoren" verstehen könnten. Auf diese Weise wird passgenaue Vermittlung von Inhalten und Kompetenzen, ohne langfristigen Beziehungsaufbau möglich. Es entsteht keine Abhängigkeit, sondern vielmehr die Initialzündung zur Selbstwirksamkeit, die nicht auf Sympathie oder Antipathie zwischen Jugendlichen und Fachkräften aufbaut.

 

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Ausgangslage, Anliegen, Zielgruppen

Wer kann mich gebrauchen? Welche Chancen gibt es noch für mich? Was macht überhaupt Sinn?

Stadtteil-Pilot karte
Der heutige Arbeitsmarkt mit steigendem Nachwuchsbedarf birgt wenig Raum und Verständnis für Unschlüssigkeit und Zweifel an den eigenen Möglichkeiten. Dem jungen Menschen wird nahegelegt, sich als Problem und als überfordert zu begreifen, während er im Sinne der scheinbaren Unbestimmtheit und der fehlenden Beziehungen und Kontakte in der Tat unterfordert ist.  ⇩ Mehr
 

4-Augen Gespräch & Meine 100%

Ressourcenorientierte Zielstellungsinstrument ohne thematische Entblösung des Jugendlichen

Die Methode 4-Augen-Gespräch ist dafür entwickelt worden, Selbstwirksamkeit der "Klienten" vorrangiger zu behandeln als "Problemgespräche". "Meine 100%" führt diesen Ansatz weiter: Statt zu sagen „dir fehlt etwas“ ist Ausgangspunkt der Methode, dass wir alle immer 100% sind! In der anteilsmäßigen Belegung der 100% wird dabei ersichtlich, in welchen Handlungsbereichen die Ressourcen des Jugendlichen „umdisponiert“ werden können bzw. müssen, wenn bspw. mehr Energie in Bildung oder Berufsorientierung gesteckt werden soll.  ⇩ Mehr
 

Das Zaun-Projekt

Kreativität, gestalterisches Talent aber auch Präsentationsfähigkeit und Überzeugungskraft

Das Zaun-Projekt
Ein erfolgreiches Beispiel für ein Stadtteil-Piloten-Projekt entstand im Spätsommer 2013 in Kooperation mit dem KietzKlub Köpenick. Hier galt es den maroden Zaun um das Vereinsgebäudes zu verschönern. Bei diesem blätterte schon lange die Farbe, und der Rost zeigte sich an verschiedenen Stellen.  ⇩ Mehr
 

Logo für JFE Fairness

Kreativität, gestalterisches Talent aber auch Präsentationsfähigkeit und Überzeugungskraft

Logo für JFE Fairness
In Kooperation mit der JFE Fairness ging es zunächst um die Entwicklung und Gestaltung eines neuen Logos für den Jugendclub. Im zweiten Schritt ging es um die Beantragung von Mitteln für die Bemalung der JFE Fairness. Ziel war, das Logo an zentraler Stelle im Eingangsbereich des Clubhauses auf die Wand zu malen.  ⇩ Mehr
 

Film "Blitzlicht"

Stadtteil-Piloten beauftragt, filmische Statements zu Gesundheit zu entwickeln

Still aus Film Blitzlicht
Gesundheit ist auch für Jugendliche ein großes Thema - das unterstreicht der Filmbeitrag im Auftrag von Gesundheit Berlin-Brandenburg e.V., der am 2. Dezember 2013 im Rahmen der neunten Landesgesundheitskonferenz Berlin in der Urania gezeigt wurde. Im Film erzählen Jugendliche zwischen 14 und 18 Jahren über ihre Eindrücke von Gesundheit und Krankheit.  ⇩ Mehr    ⇩ Film sehen
 

BerufeHaus

Stadtteil-Pilot als arbeitswelt-integrierende Schnittstelle im Wohnprojekt für schuldistanzierte Jugendliche

BerufeHaus - Unternehmensbesuch
Im 1. Quartal 2014 wurde das von Caiju 2012 entwickelte und erfolgreich erprobte Verfahren „BerufeHaus“ eingesetzt. Antrieb bildet die Aufgabe, Abteilungen bzw. kleine Zimmer in einem 1 m3 großen Kubus, ausgehend von selbst recherchierten Arbeits- und Lebenswelten, einzurichten. Um die entsprechenden Berufe kennenzulernen, suchen die Jugendlichen Betriebe auf, führen Filminterviews und bringen ihre eigenen Praxiserfahrungen mit ein.  ⇩ Mehr     ⇨ Mehr über die Methode BerufeHaus
 

Das Blumenprojekt

Hauseigentümer beauftragt Jugendliche als Katalysatoren für bessere Standortqualität

Das Blumenprojekt
Im Sommer 2014 konnte im Auftrag der Hauseigentümer in der Puchanstraße in Köpenick ein Blumenprojekt in Kooperation mit dem Rabenhaus e.V. organisiert und durchgeführt werden. Durch das Blumenprojekt sind die Bewohner miteinander in Kontakt gekommen und es wurde ein Treffpunkt gestaltet, der gleichzeitig das Wohnumfeld verschönerte.    ⇩ Mehr
 

BeratungsSpiel

Jugendliche behandeln das Thema "Global Lokal" für den jährlichen Fachtag RuTi

BeratungsSpiel - Fachtag RuTi 2014
Im Vorfeld hatten Jugendliche Stadtteil-Piloten zwei Rollenspiele entwickelt, die am Fachtag den Workshop "Globales Lernen und Bildungs für eine Nachhaltige Entwicklung" eröffneten. Die Methode BeratungsSpiel macht es möglich, dass Jugendliche (ungeachtet ihres Bildungsstandes) bei komplexen Fachthemen auf Augenhöhe mitdiskutieren können.   ⇩ Mehr    
⇨ Mehr über die Methode BeratungsSpiel

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Stadtteil-Pilot Logo



    Berichte von den einzelnen Maßnahmen

 

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Ausgangslage, Anliegen, Zielgruppen

Was kann man machen, wenn man als junger Mensch noch keine feste berufliche Richtung gefunden hat und sich fragt: Wer kann mich gebrauchen? Welche Chancen gibt es noch für mich? Was macht überhaupt Sinn?

Der heutige Arbeitsmarkt mit steigendem Nachwuchsbedarf birgt wenig Raum und Verständnis für Unschlüssigkeit und Zweifel an den eigenen Möglichkeiten. Dem unschlüssigen jungen Menschen wird nahegelegt, sich als Problem und als überfordert zu begreifen, während er im Sinne der scheinbaren Unbestimmtheit und der fehlenden Beziehungen und Kontakte in der Tat unterfordert ist.

Das Konzept zu Stadtteil-Pilot baut auf zwei alte Weisheiten:

  • nicht die Beschäftigung mit sich selbst, sondern die Bedeutung, die man für andere Menschen hat, formt die Quelle der Motivation und Zielsetzung.
  • was man kann, zeigt sich erst dann, wenn man es mit anderen teilt bzw. es jemandem beibringen kann.

Im Konzept von Stadtteil-Pilot werden die Interessen der Teilnehmer*innen Stück für Stück aufgedeckt. Nicht durch Theorie, sondern durch Interaktion mit den Lebenswelten im Stadtteil. Stadtteil-Pilot versteht seine Ziepgruppe sowohl als junge Menschen unter 25 Jahren sowie als Unternehmen, Vereine, Bildungsträger und Verwaltungen, die mit der Zielgruppe arbeiten. 

Jeder Mensch hat ein Interesse, ein Hobby oder ein Talent. Diese bergen vielleicht noch kein direktes Ticket in die Berufswelt. Allerdings können sich berufliche Perspektiven durch die Begegnung mit anderen Menschen bilden, indem die Teilnehmer*innen sich auf den Weg machen, ihren Interessen im Stadtteil nachzugehen und sie zu erforschen. Sie finden Gleichgesinnte, Vorbilder, Rollenmodelle, Mitstreiter*innen und vor allem Menschen, die sie verstehen und wertschätzen.

Blitzjobs - primäre Lernumgebung der Stadtteil-Piloten

Durch Stadtteil-Pilot lernen die Teilnehmer*innen Verantwortung zu tragen und andere Menschen anzuleiten. Ausgehend vom Stadtteilprojekt  TeenKom, welches Schüler*innen und anderen Jugendlichen ermöglicht, kleine Aufträge (sogenannte Blitzjobs) bei Unternehmen oder Privatpersonen gegen ein kleines Honorar zu erledigen, werden den angehenden Stadtteil-Piloten sukzessiv anspruchsvollere Funktionen anvertraut. Die Stadtteil-Piloten lernen die Vorgänge bei einzelnen Blitzjobs kennen, erschließen neue Blitzjobgebiete, übernehmen die Rolle als Teamleiter*innen und als Junior-Coaches.

Lebensweltliche Bedingungen für die Berufswegefindung 

Durch die Programmteilnahme erwerben Stadtteil-Piloten grundlegende Kompetenzen für die Netzwerkbildung und ihr persönliches Selbstmanagement. Zur partizipativen Profilentwicklung werden spezielle Instrumente und Methoden eingesetzt, die die Potentiale und Herausforderungen der Teilnehmer*innen unter ganzheitlichem Blickwinkel aufdecken. Um die Teilnehmer*innen deutlich merken zu lassen, dass lebensweltliche Bedingungen genauso wichtig für die Berufswegefindung sein können wie formale Bildung, hat Caiju das Instrument „Meine 100%“ (siehe unten) - basierend auf den Ansätzen im Projekt  ⇨ "Roter Faden" von 2010 - entwickelt. Davon ausgehend kann ersichtlich werden, wo Veränderungen sinnvoll bzw. möglich sind, um den Berufswegeplan zu stärken.

Programmstruktur entsprechend individuelle Bedürfnisse und Möglichkeiten

Was es braucht, um ein wirksamer Stadtteil-Pilot zu sein, richtet sich nach dem Einsatzbereich und den Funktionen, die die Teilnehmer*innen einnehmen. Deshalb wird die Teilnahme an dem Projekt zeitlich und inhaltlich nach den Bedarfslagen und Möglichkeiten der Teilnehmer*innen gestaltet. Alle Schritte werden durch Vereinbarungen über die Zielsetzungen und Ergebnisse festgehalten. Am Ende der Schulung bekommen die Teilnehmer*innen ein Zeugnis, das sich nicht auf vorgefertigte Kriterien bezieht, sondern auf ein persönliches Feedback und auf die Einschätzungen der beteiligten Personen. Ein Zeugnis auf dieser Grundlage wird erfahrungsgemäß von Unternehmen gut angenommen.

Vielfältige Einsatzgebiete

Als Handlungsfelder für Stadtteil-Piloten kommen bei Blitzjobs viele Einsatzgebiete in Frage. Z.B. die klassischen gemeinwohlorientierten Handlungefelder, wie Unterstützung von Senioren bei Hobbys, Mobilität und Vernetzungsbedarf, die Betreuung von Kindern bei der Frühförderung und das Mitwirken bei Veranstaltungen im Stadtteil und bei Ehrenamtskampagnen. Im Hause Caiju stehen zudem besondere Projektansätze wie BerufeHausDas Blumenprojekt und BeratungsSpiel parat, um von Stadtteil-Piloten eingesetzt und betreut zu werden.

Zahlen des Modellprojekts in Berliner Bezirk Treptow-Köpenick 2013-2015

  • 620 Blitzjob-Einsätze mit 1.750 Arbeitsstunden für 34 Jugendliche in 447 Aufträgen für 41 Kunden. Davon ca. 50% Privatpersonen, 20% gemeinnützige Organisationen, 15% in der Kreativwirtschaft und 15% bei weitere Gewerbetreibende.
  • Die Clearing-Methoden 4-Augen-Gespräch und Meine 100% (siehe folgender Abschnitt) wurden modellhaft bei 1/3 der Teilnehmer*innen eingesetzt. 
  • 6 "Projekte im Projekt" fanden statt (siehe unten)

Ressourcenorientierte Zielstellungsinstrumente ohne thematische Entblößung und Bevormundung der Jugendlichen.

4-Augen-Gespräch

4-Augen-Gespräche werden typisch als Erstgespräch bzw. Clearing-Aufnahmegespräch eingesetzt. Die Methode hat sich aus der Feststellung entwickelt, dass erste Begegnungen meist zentrale Bedeutung für den weiteren Verlauf haben. So ist es in unserem Privatleben, bei Vorstellungsgesprächen für einen Job und noch vielmehr dann, wenn es um Probleme geht.

Haben Jugendliche das Gefühl, bevormundet zu werden? Werden aus ihnen Daten gewonnen, auf die sie keinen Einfluss haben? Dienen diese Daten eher "Kontrollsystemen" als ihnen selbst?

oder

Sehen sie sich in einem Gespräch, das zu ihrem Wohl stattfindet, bei dem ihr gegenüber wirklich um sie bemüht ist?

Unterstützungesysteme brauchen Daten, sonst können die förderrechtlichen Grundlagen nicht identifiziert und passgenaue Hilfen nicht eingesetzt werden. Dennoch: Hilfe kommt nur an, wenn Jugendliche nicht nur mitwirken, sondern selbst "Piloten" des Settings ist. Deshalb MUSS eine Vorrangigkeit im Erstgespräch auf die Selbstwirksamkeit der "Klienten" gelegt werden. "Fakten" zu Problemlagen müssen warten bis diese für die Klienten relevant sind! Und in der Tat: Nicht selten konfiguriert sich eine Problembeschreibung konstruktiv neu, nachdem "Klienten" selbst aktiv geworden sind.

Diese Grundsätze sind in allen therapeutischen Prozessen selbstverständlich, aber nicht im Umgang mit benachteiligten jungen Menschen, die (noch) auf dem "normalen" Spektrum verortet werden.

Mehr über Caijus Kernanliegen unter ⇨ Methoden für Matching und Praxisbetreuung
sowie in den Fachbeiträgen für Projekte in Schulen:  ⇨  Sozialraumorientierte Schule
und für sozialräumliche Arbeit: ⇨  TeenKom - ein Beispiel akupunktureller Intervention in der Jugendarbeit

4-Augen-Gespräch Leitlinien

4-Augen-Gespräch MUSTER
  • Dauer: 5 - max. 10 Min.
  • Der Coach hat ein Notizblatt (siehe oben): Max 1 A4-Seite, besser A5, Fakten nach Möglichkeit festhalten, Briefkopf in formellem Design (um die Gewichtigkeit des Gesprächs den Klienten gegenüber zu unterstreichen)
  • Coach und Klient*in sitzen an einem möglichst schmalen Tisch, Notizblatt liegt so, dass die Klient*in IMMER sehen kann, was der Coach schreibt.
  • Der Coach muss in der Gesprächsführung den Fokus auf die Handlungsmöglichkeiten und Ansichten der Klient*in lenken. Mögliche Leitfragen - je nach Stimmung: Seit wann lebst Du in diesem Stadtteil?
    1. Was findest Du in Deinem Stadtteil (Kiez) besonders gut bzw. schlecht?
    2. Wofür interessierst Du Dich? <beruflich, lebensweltlich>
    3. Welche Vorerfahrungen hast Du? <Arbeitserfahrungen, Praktika, Projekte, Zivildienst etc.>
    4. Wie sieht dein Wochenplan aus? <Das Schulungsprogramm wird individuell geplant>
    5. Wenn Du 3 Wünsche frei hättest, welche wären das?
      • a)
      • b)
      • c)
  • Im Ausgang des Gesprächs wird mind. ein weiterer Schritt für das weitere Vorgehen vereinbart.
  • An dieser Stelle oder an einem Folgetermin kann "Meine 100%" eingesetzt werden.

Meine 100%

Statt zu sagen „dir fehlt etwas“ ist Ausgangspunkt der Methode „Meine 100%“, dass wir alle immer 100% sind!

Meine 100% Vorlage Meine 100% Fallbeispiel-Muster

In der anteilsmäßigen Belegung der 100% wird ersichtlich, in welchen Handlungsbereichen die Ressourcen von Jugendlichen „umdisponiert“ werden können bzw. müssen, wenn bspw. mehr Energie in Bildung oder Berufsorientierung gesteckt werden soll. Somit erhalten Jugendliche eingangs die Anerkennung für die vielen Ressourcen, die im Rahmen sozialer Probleme enthalten sind und nicht ohne weiteres für Berufsorientierung freigesetzt werden können. Im Rahmen des Verfahrens müssen die Probleme inhaltlich nicht weiter behandelt werden als es dem Jugendlichen gerade recht ist!

Dieser partizipativ erhobene Ressourcen-Spiegel kann je nach Relevanz die Gegenwart, Vergangenheit oder Zukunft perspektivieren. Bei wiederholtem Einsatz der Methode im Rahmen eines Betreuungsverlaufs wird die Entwicklung für den Jugendlichen ersichtlich mit ganzheitlicher Rücksicht auf seine Person. Vor diesem Hintergrund können Vereinbarungen getroffen und schrittweise überprüft werden.

Was kann ich? Was will ich? Wo werde ich gebraucht?

Kreativität, gestalterisches Talent aber auch Präsentationsfähigkeit und Überzeugungskraft

Viele Jugendliche stehen ratlos und unentschlossen am Anfang ihrer eigenen Berufswahl. Die Gründe dafür liegen meist in der mangelnden Selbstwahrnehmung eigener Potentiale, aber auch in der hohen Unkenntnis über die allgemeine Arbeitswelt.

Das Programm Stadtteilpiloten von caiju e.V. in Treptow-Köpenick möchte hier ansetzen und bietet Jugendlichen neben Einblicken in die Arbeitswelt auch die Möglichkeit durch Gruppendynamik, Selbstwahrnehmung und Verantwortungsübernahme eigene Potentiale kennenzulernen und diese auszuprobieren. Die Jugendlichen erhalten zudem die Möglichkeit, im Programm als Teamleiter bzw. Junior-Coach Koordinations- und Betreuungsaufgaben zu übernehmen und somit grundlegende Kompetenzen für die Netzwerkbildung und persönliches Selbstmanagement zu erwerben.

Ein erfolgreiches Beispiel für ein Stadtteil-Piloten-Projekt entstand im Spätsommer 2013 in Kooperation mit dem KietzKlub Köpenick. Hier galt es den maroden Zaun um das Vereinsgebäude zu verschönern. Bei diesem blätterte schon lange die Farbe, und der Rost zeigte sich an verschiedenen Stellen.

Die sechs Stadtteil-Piloten Steve, Syren, Charlie, Akor, Kalle, Fred und Nero übernahmen an mehreren Terminen im August und September hoch motiviert die mühsamen Aufgaben. Zuerst bürsteten sie Rost und alte Farbe mit einer Drahtbürste ab und strichen anschließend den Zaun mit frischer Farbe neu an. Dies dauerte mehrere Tage, doch die Jugendlichen bewiesen durchweg hohes Engagement und Sinn für Professionalität.

Die Organisation im Team lag bei den Jugendlichen selbst und so wechselte täglich die Teamleitung, jeder Jugendliche übernahm einmal die Verantwortung. Zudem beteiligten sich die Jugendlichen auch bei der Kostenplanung. Das Ergebnis war sehr zufriedenstellend.

Während der 23. Geburtstagsfeier des KietzKlubs Köpenick am 2. November 2013 wurde der Zaun dann offiziell eingeweiht. Die Nachbarn, alle Kinder und Jugendlichen und die Mitarbeiter*innen des KietzKlubs Köpenick haben sich sehr über den frischen Anstrich gefreut.

Highlights des Zaun-Projekts:

KietzKlub Zaun Schleifen
KietzKlub Zaun malen

Stadtteilpiloten schleifen den 15-Meter langen Zaun mit einer Drahtbürste ab um ihn danach neu zu streichen.


KietzKlub Zaun Stadtteil-Piloten
KietzKlub Zaun Gruppenbild

Während der 23. Geburtstagsfeier des KietzKlubs Köpenick am 02. November wurde der Zaun von den Stadtteil-Piloten Steve, Syren, Charlie und Akor, der Projektleiterin von Stadtteil-Pilot, Alessa Meuer, und der Leiterin des KietzKlubs Köpenick, Heike Liebrentz, offiziell eingeweiht. Rechts: Die Stadtteil-Piloten hier mit Coach Alessa (von links nach rechts): Steve, Syren, Charlie und Akor. Kalle, Fred und Nero sind zwar nicht auf dem Bild zu sehen, haben aber auch engagiert und motiviert mit gearbeitet.

Kreativität, gestalterisches Talent aber auch Präsentationsfähigkeit und Überzeugungskraft...

...waren die Anforderungen an die fünf Jugendlichen Maximilian, Kathey, Ewgenij, Jasmin und Alexey aus dem Stadtteil-Pilot Projekt.

In Kooperation mit der JFE Fairness ging es zunächst um die Entwicklung und Gestaltung eines neuen Logos für den Jugendclub. Dafür legten sich die beiden Jugendlichen Maximilian und Kathey voll ins Zeug. Herausgekommen sind beeindruckende wie fantasievolle Entwürfe. Per Abstimmung wurde anschließend im Team entschieden, welcher Entwurf genommen wird. Das Urteil fiel auf einen Logo-Entwurf von Maximilian.

Im zweiten Schritt ging es um die Beantragung von Mitteln für die Bemalung des JFE Fairness. Ziel war, das Logo an zentraler Stelle im Eingangsbereich des Clubhauses auf die Wand zu malen. Die Jugendlichen füllten gemeinsam den Antrag aus und zwei von ihnen, Jasmin und Alexey, stellten ihr Vorhaben eigenständig dem Beirat des Jugendaktionsfonds Treptow-Köpenick vor - und das erfolgreich.

Nach Bewilligung der Mittel besorgten Ewgenij und Alexey mit Coach Alessa die Farben für den Anstrich im Baumarkt. Und schon ging es los: Als erstes am Samstag, dem 16. November, mit Coach Tobias wurde die Wand grundiert, um eine Woche später, am Samstag, dem 23. November, mit Coach Alessa das Logo an die Wand zu bringen. Wie das funktionierte? Das Logo wurde mithilfe eines Projektors an die Wand projiziert und diese "Schablone" schließlich nachgezeichnet und ausgemalt.

Maximilian, Jasmin, Ewgenij und Alexey sprühten vor Elan. Die Jugendlichen waren so motiviert, dass sie sogar am Sonntag, dem 24. November, im Jugendclub erschienen, um das Logo alleine fertigzustellen. Das Ergebnis konnte sich sehen lassen. Ein weiteres Highlight war die Tatsache, dass man das Logo bereits von der Straße aus, durch die Fenster, deutlich erkennen kann. So ziert das Logo nun nicht nur den internen Bereich des Jugendclubs, es dient auch als eine Art Willkommensgruß für Besucher.

Insgesamt wurde dem inhaltlichen Fokus von Stadtteil-Pilot, Jugendlichen zu ermöglichen, eigene Projekte selbstständig umzusetzen, Rechnung getragen: Die Jugendlichen haben sich nicht nur selbst aktiv und motiviert eingebracht, sie nahmen die Antragstellung, Projektentwicklung und -umsetzung sowie die Präsentation ihres Projektes beim Beirat des Jugendaktionsfonds Treptow-Köpenick eigenständig und verantwortungsbewusst in die Hand. (Die Coaches Alessa und Tobias standen lediglich beratend bei der Antragstellung und bei den Malarbeiten zur Seite.)

Zudem wurde dem Motto "Einfach mal machen!" des Jugendaktionsfonds Treptow-Köpenick, welcher durch FIPP e.V. koordiniert wird und Teil des Jugenddemokratiefonds Berlin "Stark gemacht! Jugend nimmt Einfluss" der Jugend- und Familien-Stiftung Berlin ist, deutlich entsprochen.

Und so kam das Logo an die Wand:

Stadtteil-Piloten Fairness Logo 1
Stadtteil-Piloten Fairness Logo 2

Mit einem Projektor wurde das Logo an die Wand projiziert um es dann nachzuzeichnen...

Stadtteil-Piloten Fairness Logo 3
Stadtteil-Piloten Fairness Logo 4

...und schließlich farblich auszumalen.

Stadtteil-Piloten Fairness Logo 5
Stadtteil-Piloten Fairness Logo 6

Das Ergebnis kann sich sehen lassen!

 

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Film "Blitzlicht"

Stadtteil-Piloten beauftragt, filmische Statements zu Gesundheit zu entwickeln

Gesundheit ist eine wichtige Lebensgrundlage...

...das meinen auch Jugendliche. Sie besprechen Gesundheitsfragen in der Schule und mit den Eltern.

Gesundheit ist auch für Jugendliche ein großes Thema - das unterstreicht der Filmbeitrag im Auftrag von Gesundheit Berlin-Brandenburg e.V., der am 2. Dezember 2013 im Rahmen der neunten Landesgesundheitskonferenz Berlin in der Urania gezeigt wurde. 

Im 9 Min. Film erzählen 12 Jugendliche zwischen 14 und 18 Jahren über ihre Eindrücke von Gesundheit und Krankheit. Es zeigt sich, der Gesundheits-Status-Quo: 'Fit sein und gute Ernährung' ist auch bei ihnen angekommen. Doch das Credo des optimalen Körpers hat seine Schattenseiten, wenn Pfunde gezählt werden. Jugendliche spüren: Gesundheit und Krankheit liegen eng beieinander und ein gesunder Körper ist nicht ohne einen gesunden Geist zu haben. Doch Gesundheit ist relativ, denn Jugendliche haben Ecken und Kanten wie es sich für Menschen gehört.

Wie bleibt man gesund? Was ist für die eigene Gesundheit wichtig, was von Nachteil? Was sind psychische Erkrankungen? Wie entstehen sie und was kann man dagegen tun?

Die Zuschauer*in erhält Einblicke in die Ansichten der Jugendlichen im Umgang mit dem eigenen Körper und deren Einstellungen zu Bewegung und gesunder Ernährung. Dabei bedeutet Gesundheit für sie vor allem "körperlich fit zu sein" und "sich gesund zu ernähren". Doch auch "keine Krankheiten zu haben" und "alt zu werden", impliziert für sie eine gute Gesundheit.

Zwar wissen die Jugendlichen, dass sich ihre Eltern und Lehrer um ihre Gesundheit kümmern und die Gesellschaft ihren Teil über unser Gesundheitssystem dazu beiträgt, doch das eigene Verhalten ist entscheidend und so sind ihre Maßnahmen sachlich bis kreativ. Von "verschiedenen Sportaktivitäten pro Woche" bis hin zum "Apfel am Tag" - die Jugendlichen wissen genau was für ihre Gesundheit wichtig ist.

Neben dem Körper steht die Psyche. Aus diesem Grund sind auch psychische Gesundheit und Erkrankungen bei Jugendlichen Thema des Films. Mobbing, Leistungsdruck, Probleme in der Familie, Alltagsstress... - die Jugendlichen sprechen über Ursachen und Lösungsansätze psychischer Erkrankungen wie Burn-out, Essstörungen und nennen Beispiele aus dem eigenen sozialen Umfeld. Es folgen Ratschläge für ein gesundes Wohlbefinden. Das Fazit ist eindeutig: Letztlich ist jeder für seine Gesundheit selbst verantwortlich.

"Blitzlicht: Jugendliche über Gesundheit" ist ein informativer Film über die Sicht von Jugendlichen auf das Thema Gesundheit. Eine beeindruckende Aufgeklärtheit seitens der Jugendlichen neben viel Charme und Witz durch die Authentizität der Personen, birgt viel Unterhaltsames. Der Satz eines Jugendlichen am Ende des Kurzfilms spiegelt dies sehr gut wieder: "Es ist schön, gesund zu sein!"

 

Caiju Produktionsteam:
Kamera und Redaktion: Alessa Meuer; Filmschnitt und Redaktion: Katharina Jacke; Mitwirkende Stadtteil-Piloten: Angelina, Akor, Charles, Fred, Kalle, Kathey, Nero, Maddi, Penelope, Sali, Steve, Syren

⇨ Programm der Neunten Landesgesundheitskonferenz Berlin 2013 (PDF, 222 Kb)

Stadtteil-Pilot als arbeitswelt-integrierende Schnittstelle im Wohnprojekt für schuldistanzierte Jugendliche

Im 1. Halbjahr 2014 konnte ein Kooperationsvertrag mit der Helmut Ziegner Stiftung für betreutes Wohnen für schuldistanzierte junge Menschen in Johannistal abgeschlossen werden. Hierbei wurde das von Caiju 2012 entwickelte Verfahren „BerufeHaus“ eingesetzt. Das Verfahren, bestehend aus InHouse Workshops und aufsuchenden Unternehmensbesuchen mit Filmaufnahmen wurde erfolgreich in die Tagesstruktur der Institution im Königsheideweg integriert.

Antrieb des Verfahrens bildet die Aufgabe, Abteilungen bzw. kleine Zimmer in einem 1 m3 großen Kubus, ausgehend von selbst recherchierten Arbeits- und Lebenswelten, einzurichten. Um insbesondere die entsprechenden Berufe kennenzulernen und modellhaft verarbeiten zu können, suchen die Jugendlichen Betriebe auf, führen Filminterviews und bringen ihre eigenen Praxiserfahrungen mit ein.

BerufeHaus - Unternehmensbesuch

Am BerufeHaus nahmen 9 jugendliche Bewohner*innen teil, erste ‚Zimmer’ wurden von den Jugendlichen gestaltet und Besuche bei den folgenden Berufsgruppen fanden statt: Grafik Designer, Stuckateur und Lehmbauer (Foto links), Maler, Autolackierer (Foto rechts). In Rahmen des Verfahrens wurden 4-Augen Clearinggespräche mit Jugendlichen des Wohnprojekts durchgeführt und ein Zertifikat wurde am Ende der Teilnahme Vergeben.

⇨ Mehr über die Methode und Praxisanwendungen von BerufeHaus

Hauseigentümer beauftragt Jugendliche als Katalysatoren für bessere Standortqualität

Das Blumenprojekt

Im Sommer 2014 konnten im Auftrag der Hauseigentümer in der Puchanstraße in Köpenick ein Blumenprojekt in Kooperation mit dem Rabenhaus e.V. organisiert und durchgeführt werden. Durch das Blumenprojekt sind die Bewohner miteinander in Kontakt gekommen und es konnte ein Treffpunkt gestaltet werden, der gleichzeitig das Wohnumfeld verschönerte. Insgesamt waren 10 Jugendliche Stadtteil-Piloten an der Umsetzung des Blumenprojekts beteiligt. Sie sprachen alle Bewohner*innen des Hauses an und organisierten mehrere Vorbereitungstreffen, bei denen die Blumenbeete, der Sandkasten und die Sitzbänke genau geplant wurden.

Zusammen mit den Bewohner*innen konnte ein detaillierter Plan erstellt werden, wie der Hinterhof der Puchanstr. 9 gestaltet werden soll. An einem Wochenende im August wurde die Bepflanzungsaktion, betreut von den TeenKom Blitzjobbern und unterstützt durch das Rabenhaus e.V. und Caiju Coaches, gemeinsam mit den Bewohner*innen umgesetzt.

   
⇨ Mehr über das Blumenprojekt: Ziele und Methoden sowie weitere Praxisbeispiele in Wedding (2011) und Niederschöneweide (2012) 

Jugendliche behandeln das Thema "Global Lokal" für den jährlichen Fachtag RuTi

Stadtteil-Pilot beteiligte sich 2014 in der Konzeption und Organisation für den „RuTi“, dem bezirklichen „Runden Tisch für Jugend, Soziales und Kultur in Treptow-Köpenick“ mit dem Thema „Global denken, lokal handeln“.

Durch Stadtteil-Pilot wurde ein direktes Mitwirken Jugendlicher am Fachtag am 1. Oktober 2014 möglich. Die Jugendlichen bereiteten sich in den Monaten zuvor darauf vor. Für den Workshop „Globales Lernen und Bildung für eine nachhaltige Entwicklung praktisch umsetzen“ haben sie Rollenspiele zum Thema „Global denken, lokal handeln“ entwickelt. Die Rollenspiele, mit denen der Workshop eröffnet wurde, hatten Jugendliche in mehreren Treffen nach der Methode des BeratungsSpiels entwickelt. Anhand fiktiver Charaktere setzten sie sich in Wort und Tat damit auseinander, was für sie im Begriff der Internationalität steckt, was das Globale für das Lokale bedeutet. Außerdem erörterten sie die Frage, unter welchen Umständen Lernen nachhaltig sein kann.

Aus vier entwickelten Geschichten wurden zwei am Fachtag vorgespielt und im nachhinein mit den Fachtagsteilnehmer*innen diskutiert.

BeratungsSpiel - Fachtag RuTi
BeratungsSpiel - Fachtag RuTi

Im Fokus der ersten Geschichte stand das Dilemma, ob man die eigene lokale Welt im Stich lässt, wenn man in andere Weltregionen reist, um was Gutes zu tun. Die Jugendlichen wollten dabei keine abgeschlossene Meinung präsentieren. Sie wägten ab und mutmaßten, dass z.B. Gedanken über die eigene Karriere eine Entscheidung ins Ausland zu gehen beeinflussen. Gleichzeitig geht es möglicherweise aber genauso auf Kosten der eigenen Familie, wenn eine Ärzt*in in die 'dritte Welt' reist.

  
BeratungsSpiel - Fachtag RuTi

In der zweiten Geschichte schämte sich ein junger Türke gegenüber einem Kumpel über die strikte Traditionsgebundenheit seines Vaters. Die Jugendlichen inszenierten einen Streit beim Abendessen, bei dem der Sohn bekanntgab, er werde wieder Schweinefleisch essen und auch andere Dinge tun, die dem Vater mutmaßlich nicht gefallen. Zu seiner Überraschung zeigte sich der Vater im weiteren Gespräch jedoch toleranter als geglaubt und sagte dem Sohn, dieser solle machen, was er selbst für richtig hielte. Diese Geschichte basierte auf den Eigenerfahrungen eines teilnehmenden Jugendlichen, der selbst von der Toleranz seines Großvaters überrascht worden war, als er sich erst auf ein ordentliches Gespräch eingelassen hatte.

BeratungsSpiel - Fachtag RuTi

Die Stadtteil-Piloten - als TeenKom Blitzjobber beauftragt, Jugendperspektiven in der Diskussion zu "Global Lokal" einzubringen - in der Mittagspause unmittelbar vor ihrem BeratungsSpiel Auftritt: (von links) Yoyo, Boss, Charles und Kalle.

⇨ Dokumentation "Global DENKEN, lokal HANDELN" 11. Fachtag RuTi, Runder Tisch für Jugend, Soziales und Kultur in Treptow-Köpenick 2014 (PDF, 2,8 Mb)

⇨ Mehr über die Methode und Praxisanwendungen von BeratungsSpiel