PFAD Webplattform
 

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netzwerkgruppen.de

Webbasierte Plattform zur Unterstützung der regionalen Zusammenarbeit unter Fachleuten in den Bereichen Bildung, Soziales, Gesundheit und Integration.

Onlineplattform für die Offlinequalität

Das Wertvollste für die Zusammenarbeit unter Fachleuten in den Bereichen Bildung, Soziales, Gesundheit und Integration sind die realen Treffen in Gremien und Vernetzungsrunden. netzwerkgruppen.de soll diese Arbeit unterstützen, thematisch archivieren und in zeitlichen Kontext setzen.

Seit Jahren ist von Fachleuten, die mit regionaler Vernetzung beschäftigt sind, zu vernehmen, dass man gerne einen besseren Überblick darüber hätte „was es gibt“. Nie hat man sich mit so viel Information umgeben wollen und können wie heute. Paradoxerweise bleiben wir aber im Dilemma stecken, dass wir permanent zu viel und zu wenig Information haben.

Das Softwareprojekt hat Caiju initiiert, um ein Instrument zu realisieren, mit dem Netzwerkarbeit innerhalb von Organisationen sowie in Gremien, bei Projekten, Trägern und Ämtern nachhaltig gestaltet werden kann.

 

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Stand der Entwicklung

Im Jahr 2013 wurde im Berliner Bezirk Marzahn-Hellersdorf ein Pilotprojekt mit dem Arbeitstitel PFAD durchgeführt und unter Mitwirkung repräsentativer Fachleute und deren Netzwerke aus der Pilotregion, einer Wissenschaftlerin sowie eines Expertenteams für webbasierte Software eine Beta-Version der webbasierten Plattform geschaffen (siehe unten).

Seit 2015 wird die Plattform unter dem Namen netzwerkgruppen.de mit Förderung der Paritätische Stiftung Berlin weiterentwickelt. Im Laufe von 2016 wird der Betrieb im gemeinnützigen Rahmen in Kooperation von Caiju e.V. und Computerbildung e.V. aufgenommen.    Kontakt  netzwerkgruppen@caiju.de 


Computerbildung e.V. Logo       Caiju Logo              Paritätische Stiftung Berlin
 

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Pilotprojekt 2013

Mithilfe von repräsentativen Fachleuten konnte im Rahmen des Pilotprojekts PFAD 2013 in Marzahn-Hellersdorf festgestellt werden:

  • Ein besserer Überblick und effektiveres Arbeiten in Netzwerken kann nicht durch Broschüren oder Informationswebseiten ausreichend hergestellt werden, weil sich alles in stetem Wandel befindet. Die Aktualisierung bedeutet viel Arbeit und erfahrungsgemäß hinken die „Informationsredakteur*innen“ dem aktuellen Geschehen „hinterher“. Typisch wird die fachliche Arbeit von ihnen ohnehin nicht „von innen“ vermittelt. Es bedarf daher einer Plattform, die Prozesse und Entwicklungen von den Akteuren selbst abbildet.

  • In der Tat geht es doch nicht (nur) um die Frage, „was es gibt“, sondern, „was passiert in den bestehenden Gremien, Netzwerkrunden, Projekten und Interessensgemeinschaften, indem Fachleute sich treffen, austauschen und gemeinsame Entscheidungen treffen. Im Zentrum von PFAD steht deshalb nicht, einen neuen internetbasierten Onlineaustausch für Fachleute anzubahnen, weil sehr wenige der Kollegen die Zeit haben, online zu diskutieren, und auch wenn sie die Zeit hätten, existieren dafür bereits entsprechende Instrumente wie Facebook, Google, XING, Twitter oder auch kleinere explizit für Fachleute geschaffene Plattformen für den Onlineaustausch. Derartige Diskussionen würden Netzwerkgruppen eher zerreißen, weil nur diejenigen, die die Onlinediskussionen mitverfolgen, den aktuellen Stand mitbekommen würden.

  • Sondern: die Fachperson – egal ob neu vor Ort oder „alter Hase“, ob mit neuen Projekten für die Schule oder mit Firmen beschäftigt oder in Jugendschutzfälle verwickelt, will wissen, welche Themen wann, wie und von wem aktuell behandelt werden, behandelt worden sind bzw. künftig behandelt werden sollen. Und in welchen Netzwerken dies geschieht.

  • Eine Fachperson will Themen mitprägen und in Themenpools suchen können, ohne erst mühsam Berge von Protokollen aus Meetings aufspüren zu müssen und ohne die Mitwirkenden ständig kontaktieren zu müssen oder dafür selber häufig online gehen zu müssen.
  • Eine Fachperson will mehr oder weniger - d.h. die sie im Einzelfall betreffenden - Netzwerke ein- oder ausblenden können, wenn es um besondere Themen und Termine geht. Eine Fachperson will sehen können, wer hinter welchen Projekten, Veranstaltungen, Gruppen und Themen steht. Sie will erkennen, welche Träger und Ämter in welche Entwicklungen involviert sind und welche Personen dabei welche Zuständigkeiten haben.

  • Netzwerkkoordinator*innen müssen die Rechte und technische Unterstützung bekommen, um Themen, Termine, Dokumente sowie Mitglieder*innen und deren Zuständigkeiten im Netzwerk unkompliziert verwalten zu können. Dabei wollen sie - entsprechend des beschlossenen Themenvorgangs - in ihrem Netzwerk oder Projekt die Möglichkeit haben, genau definieren zu können, wer welche Inhalte sehen und bearbeiten kann. Es gilt u.a., den Bedürfnissen nach Transparenz und Arbeitsruhe gerecht zu werden und zu balancieren.

 

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Innovationsmerkmale

Standortfaktor: Mit netzwerkgruppen.de entsteht entsprechend der oben genannten Bedürfnisse der Fachleute ein neuartiges Instrument, das sich besonders in Regionen mit schwierigen Problemlagen und komplexen Handlungsstrukturen positiv auswirken wird:

  • netzwerkgruppen.de erhöht die Effizienz und Qualität der Betreuung, Beratung und Qualifizierung der Zielgruppen, die dann größere Chancen auf passgenaue Hilfs- bzw. Qualifizierungs- und Vermittlungsangebote haben: Bekanntlich wirken sich Parallelstrukturen, fehlende Aufdatierung von Information und unzulänglicher Austausch von "guter Praxis" negativ auf die Qualität und Konsequenz der Angebote aus.

  • netzwerkgruppen.de schafft Vertrauen und Übersichtlichkeit bei regionalen Multiplikatoren, die dann eher Kooperationsbereitschaft entwickeln: Wichtige Akteure wie Betriebe, Vereine und besondere Interessensgruppen werden oft als Folge mangelhafter Abstimmung unter Fachleuten übersehen oder unkoordiniert von unterschiedlichen Projekten mehrfach für Unterstützung angefragt. Ressourcen werden dadurch verschwendet und die Motivation der Multiplikatoren geringer.

  • netzwerkgruppen.de erhöht die Zufriedenheit unter Fachleuten in der Region, was sich positiv als Standortfaktor auswirkt: Fachleute orientieren sich bei Ihrer bevorzugten Einsatzregion nicht nur an der Nähe zum Wohnort oder dem Gehalt, sondern an fachlicher Konsequenz und das Arbeitsklima spielt dabei auch eine wichtige Rolle.

Die Reichweite: Es bestehen bei den Ämtern bereits digitale Austauschmöglichkeiten, die jedoch nicht dazu konzipiert bzw.  hinsichtlich des Datenschutzes geeignet sind, auch von Mitarbeiter*innen freier Träger oder von Schulen genutzt zu werden. Auch gibt es heute die bekannte Fülle an Portalen, Informationsmedien und Suchvorgängen (Google, Facebook etc.) und berlinweite Projekte wie "Schule Plus" oder Informationskanäle wie "www.berlin.de" sowie diverse Fachplattformen. All diese sind nützliche Instrumente um an Information zu gelangen, an Suche/Biete-Verfahren teilzunehmen oder sich mit möglichen Kooperationspartnern auszutauschen. In diesem Sinne erweitern solche Instrumente bestehende Netzwerkarbeit, aber sie helfen nicht bei der grundsätzlichen Nachhaltigkeit einzelner Netzwerkgruppen (Protokollmanagement, Verknüpfung zwischen Themen und Textstellen in Dokumenten, Einbindung aller Inhalte in verschiedene Ereignistypen etc).

Die Technologie: netzwerkgruppen.de basiert auf gängigen (Web-)Technologien und wird kontinuierlich nach Bedarf mit neuen Versionen der Programmiersprachen aufdatiert, was auch bedeutet, dass sukzessive Erweiterungen - entsprechend der nach und nach erkannten Funktionsbedürfnisse - immer "up to date" sind. Die Zweckmäßigkeit und der Innovationsgehalt von netzwerkgruppen.de hat ein Softwareunternehmen aus England - ein Weltmarktführer in der Umwandlung von Dokumenten in eine Internetumgebung - bereits überzeugt. Für die Entwicklung werden technische Module zur Verfügung gestellt für den technischen Prozess, um Dokumente wie Tagesordnungen, Protokolle, Projektberichte, Tabellen etc. in der Software hochladen und von PDF-, WORD- oder OpenOffice-Formate in Browsersprache umwandeln zu können. Somit können einzelne Textpassagen innerhalb von Dokumenten ausgewählt und Themen definiert und kommentiert werden. Diese Themen wandern dann in den Themenspeicher von netzwerkgruppen.de, und von dort aus können die Nutzer sehen, wann und in welchen Zusammenhängen, an welchen Terminen, in welchen Netzwerkgruppen bzw. genau wo, in welchen Dokumenten, ein bestimmtes Thema vorgekommen ist. Nutzer*innen werden jetzt "per Mausklick" zu genau der Stelle innerhalb eines Dokuments gebracht, wo das Thema gesetzt wurde und müssen somit auf ihrer Suche nach der Quelle einer Thematik, die sie interessiert, nicht erst die Dokumente von vorne lesen oder durchsuchen.

Nutzerebenen und Arbeitsressourcen im Projekt: Öffentlichkeit / Autor*innen & Administrator*innen / Mitstreiter*innen / Redaktionsteam / Entwicklungsgruppe & Entwicklungsteam:

  • Öffentlichkeit: Ein öffentlicher Teil von netzwerkgruppen.de (eine öffentliche Webseite) kann vor allem für die hinter dem Login tätigen Akteuren eine Möglichkeit sein, ihre Arbeit auch in der Öffentlichkeit darunter Fachleute und Zielgruppen, die noch nicht an der netzwerkgruppen.de-gestützten Netzwerkarbeit teilnehmen, darzustellen.

  • Autor*innen und Administrator*innen: Hinter dem Login wird ein Arbeitsumfeld für Koordinator*innen der Netzwerkgruppen entstehen für die Planung von Terminen, Publikation von Protokollen, Pflege von Schnittstellen sowie die Administration von Nutzer*innen.

  • Mitstreiter*innen: Teilnehmer*innen von Netzwerkgruppen, die eher passiv mitwirken (ohne selber in netzwerkgruppen.de zu publizieren, aber dennoch von ihrer Teilnahme in Netzwerken profitieren) werden sich mittels maßgeschneiderter Links und ohne die üblichen Login- bzw. Registrierungsverfahren direkt zu den für sie freigeschalteten Inhalte (hin)klicken können.

Das PFAD Pilotprojekt fand 2013 statt und wurde gefördert vom Land Berlin und dem Europäischen Sozialfond in Kooperation mit dem Bezirklichen Bündnis für Wirtschaft und Arbeit in Marzahn-Hellersdorf, Programm „Lokales Soziales Kapital“ (LSK).

           


 

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PFAD Betaversion Screenshots

PFAD Login

Login-Bereich für registrierte Nutzer. Ein öffentlicher Bereich der Webseite soll Inhalte zeigen, die von den registrierten Nutzern dafür bestimmt werden. Registrierte Nutzer sind Moderator*innen von teilnehmenden Netzwerken bzw. diejenigen, die für ihre Netzwerke Inhalte bei PFAD online stellen und pflegen.

PFAD Netzwerkgruppen

Teilnehmer*innen und Inhalte in PFAD werden konsequent zu Netzwerkgruppen verknüpft. Unter Netzwerkgruppen verstehen sich alle Formen von Gremien, Arbeitsgruppen, Projektsteuerungsgruppen, Interessensgruppen etc., die sich bereits real treffen. Es gibt bei PFAD keine reinen Online-Gruppen (!), weil PFAD auf der Tatsache basiert, dass reale Treffen eine ganz besondere Kraft haben, die nicht ersetzbar ist durch Onlineplattformen .

PFAD Organisationen-Profil

Organisationen können sich auf einer eigenen Seite profilieren. Dabei werden deren Beteiligung in Netzwerkgruppen sowie Themen und Ereignisse dieser Netzwerkgruppen gezeigt...

PFAD Ereignisse

Ereignisse sind gegliedert in die Typen: Neuigkeit, Sitzung, Tagung, Veranstaltung, Projekt, Workshop, Seminar, Fortbildung.

PFAD Netzwerkgruppen Auswahl

Ungeachtet ihrer Netzwerkgruppen-Zugehörigkeit können Nutzer*innen– zwecks Übersichtlichkeit – jederzeit selbst entscheiden, auf welche Netzwerkgruppe(n) sie im Moment fokussieren wollen.

PFAD Themen

Im oberen Seitenabschnitt werden unter Themen und Ereignisse Daten der ausgewählten Netzwerkgruppen gezeigt.

PFAD andere Netzwerkgruppen

…und im unteren Seitenabschnitt die Daten von allen anderen Netzwerkgruppen.

PFAD Themen-Profil

Indem die Nutzer*in auf ein Thema klickt, kommt sie zunächst zu einer Übersichtsseite über das Thema. In der rechten Spalte wird informiert, in welchen Ereignissen das Thema gesetzt wurde. Die blauen Textteile sind weiterführende Links. In der linken Spalte wird gezeigt, in welchen hochgeladenen Dokumenten das Thema gesetzt worden ist, inkl. eines Textabschnitts aus der entsprechenden Stelle im Dokument.

PFAD Dokumente

Indem die Nutzer*in auf den Dokumentenlink klickt, öffnet sich nicht nur dieses Dokument im Browserfenster, sondern die Nutzer*in wird zu genau der Stelle gebracht, die von der Moderator*in der Netzwerkgruppe markiert wurde und nun blau gekennzeichnet erscheint.

PFAD Upload Dokumente

Auf der Ereignis-Profilseite können jederzeit (auch rückwirkend) weitere Dokumente hochgeladen und thematisiert werden.

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Per Traasdahl,
28.03.2015, 04:14