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BerufeHaus

Entdecken, Entscheiden, Herstellen

BerufeHaus ist ein Instrument für Schulen, Sozial- und Bildungsträger zur Beteiligung von Jugendlichen in der Berufsorientierung und Arbeitsweltintegration. Insbesondere geeignet für Inklusionsprozesse, bei denen  Jugendliche mit unterschiedlichem Leistungsniveau, auch schuldistanzierte bzw. "nicht beschulbare" Jugendliche, an einem gemeinsamen Projekt mitwirken.

 

Ziel & Methode

Inklusion in der Berufsorientierung

Die Idee zu BerufeHaus entwickelte Caiju e.V. aufgrund von Gesprächen mit Fachleuten in Marzahn-Hellersdorf 2011. Ein Austausch im Rahmen der "AG Jugend und Arbeitswelt" mit Koordinatorin Frau Schirmer vom Jugendamt und bald auch mit Frau Wegen, Leiterin der Berufsorientierung an der Rudolph Virchow Oberschule sowie mit Sozialpädagog*innen aus der Tagesgruppe für nicht beschulbare Jugendliche von Tandem-BQG. 

Ziel war es, Schüler*innen mit unterschiedlichen Leistungsprofilen aus den 8ten und 9ten Jahrgängen der Oberschule, mit Jugendlichen aus einer Tagesgruppe, die aus verschiedenen Gründen nicht die Regelschule besuchten, in einem gemeinsamen Projekt miteinander zu verbinden.

⇨ Mehr über die fachlichen Hintergründe im Fachbeitrag Inklusion in der Berufsorientierung für Jugendliche

BerufeHaus Methode

Die Methode

BerufeHaus beginnt mit der Aufgabe, einen 1 m3 großen Kubus, ausgehend von selbst recherchierten Arbeits- und Lebenswelten, einzurichten. Der Kubikmeter soll das Grundmaß unserer Kultur symbolisieren. Wir gebrauchen eine Struktur ohne vorausgehende Gestaltung. Es startet beim Nullpunkt (vergleichbar mit der weißen Leinwand des Malers) und sie Jugendlichen arbeiten in Gruppen, die nicht unbedingt miteinander kooperieren. Wie das BerufeHaus aussehen wird, hängt ganz von den beteiligten Individuen einer Gruppe ab. Fest steht allerdings, dass alle für das gleiche Haus arbeiten. Jede Gruppe bekommt mit ihrer Bodenplatte den Einstieg in den Kubus, der die Kultur darstellt. Spätestens wenn alle ihre Konstruktion im Kubus montiert haben, ist ein gemeinsames Werk geschaffen. Ein Symbol für die gesellschaftliche Gemeinschaft, die wir alle (automatisch) aber nur gemeinsam bilden.

Um die entsprechenden Berufe kennen zu lernen und modellhaft verarbeiten zu können, suchen die Jugendlichen Betriebe auf, führen Filminterviews durch und bringen ihre eigenen Praxiserfahrungen mit ein.

Kern des Konzepts ist es, den Graben zwischen Lebens- und Arbeitswelten zu mindern sowie, das Interesse und das Engagement als "Schlüssel für Alles" zu verstehen. "Egal wofür du dich interessierst, ob fürs Skateboard fahren, Fußball oder Fernsehen - alle Bereiche beinhalten verschiedene Berufe. Finde raus, welche Typen von Arbeit bei einem solchen Bereich (der dich interessiert) im Spiel sind!?"

Zweiter, wichtiger Grundsatz von BerufeHaus ist, Jugendliche erfahren zu lassen, was es heißt "Profi" zu sein. Dies bedeutet nicht bloß, dass es um Bildung und Geld geht, sondern um eine Vielzahl an Ritualen und Konventionen mit dem einzigen Zweck: die Arbeit gut und effizient verrichten zu können, alleine oder im Team.

Wie es Inklusionsprozesse verlangen, wird im Vorfeld eine umfassende Strukturierung von Rahmenbedingungen und Prozessinstrumenten durch das Projektteam vorgenommen. Dabei wird zunächst an alle Mitwirkenden gedacht und deren logische Rolle "im Spiel" überlegt. Mit Erwachsenen, den Lehrkräften, Betreuer*innen und weiteren Fachleute werden die Zuständigkeiten genau ausgehandelt. Dadurch vermeidet man, dass bspw. ein Handwerksmeister (m/w) sozialarbeiterische Aufgaben leisten oder dass Lehrkräfte sich um Fachtechnisches kümmern müssen. 

Ziel des Prozesses ist es, die jungen Menschen möglichst umfassend zu motivieren und zu beteiligen. Dazu muss genau eingeschätzt werden, wo die Grenzen für Belastung und Herausforderung liegen und auch an welchen Stellen "Unterstützung" für die Entwicklung von Selbstverantwortung eher kontraproduktiv ist. Hier liegt das typische Potential im Umgang mit den Jugendlichen darin, andere Grenzen zu finden als diejenigen, die gewöhnlich in der Schule oder in der Betreuung gängig sind. Eine zentrale Aufgabe eines solch außerschulischen Projektes ist es somit Vorreiter in der Begleitung und dem Reifeprozess des Jugendlichen zu sein. Dadurch entsteht die Hoffnung, dass neue Kraft und Perspektiven für das Leben in festen Institutionen gewonnen werden kann. 

BerufeHaus entspricht einer Entdeckungsreise für den Jugendlichen. Um diese Reise möglichst frei  von Vorurteilen zu halten, spielen physische Umstände und die weitere Instrumentierung des Prozesses eine wichtige Rolle. An diesem Punkt wird klar, dass ein "inklusiver Rahmen" sich materialisieren kann.

BerufeHaus Badge

Jedes Mal wenn ein Jugendlicher den Werkraum mit Maschinen betritt wird ein Sticker vom Coach ausgegeben. Der Badge schafft eine spielerische Komponente und macht es für den Werkstattmeister leicht erkennbar, ob ein Jugendlicher autorisiert ist, in dem Raum zu arbeiten.

BerufsHaus Schuhe

Jede Teilnehmer*in hat für die Dauer des Projekts ihr eigenes Paar Schuhe. Hier wurde keine "Billigmarke" gewählt. In Abstimmung mit dem Ausrüster wurde klar, dass die Jugendlichen Qualität erfahren und dadurch merken sollen, dass man sie ernst nimmt.


Sechs Formulartypen sind für das BerufeHaus entworfen worden, um die Jugendlichen im Prozess zu unterstützen

Die Formulare sind alle absichtlich auf ein  A5-Format beschränkt, um damit zu sagen: "Mehr brauchst du nicht", aber auch, um das Verfahren von herkömmlicher Schule abzugrenzen. Die Gliederung und Betitelung der Formulare dienen dazu, den Jugendlichen (auf einem Blick) ein gewonnenes Gefühl von der Vielseitigkeit der Berufsfindung zu ermöglichen.

BerufeHaus Formulare

Wesentlich ist, die Formulare möglichst einfach zu halten und dabei trotzdem als Trainingsinstrument zu qualifizieren. Fakt ist, dass in der heutigen digitalisierten Welt sich viele Jugendliche kaum Notizen machen, von Hand schreiben oder wichtige Daten vernünftig festhalten. Damit handeln sie sich ein unnötiges Defizit beim Selbstmanagement der Berufsfindung ein.


BerufeHaus Challenging Statements

Im Prozess wird immer wieder die Perspektive erneuert sowie Vorurteile aufgedeckt und relativiert. Somit wird den Jugendlichen Platz eingeräumt, selber eine Meinung zu bilden, was wichtig ist und was nicht.

 

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BerufeHaus Pilotprojekt 2012

Ein Kooperationsprojekt zwischen einer Oberschule, einer Tagesgruppe für psychosoziale Arbeit und einem Ausbildungszentrum

In der Zeit zwischen Februar und Mai 2012 wurde das von Caiju e.V. neu entwickelte Konzept "BerufeHaus" in der Trägerschaft des Fördervereins der Rudolf-Virchow-Oberschule (RVO, eine integrierte Sekundarschule mit gymnasialer Oberstufe) und der Zusammenarbeit mit der TÜV-Rheinland-Akademie, der Tandem Tagesgruppe (ein Projekt für schuldistanzierte bzw. nicht beschulbare Jugendliche) und dem Fachbereichen WAT (Wirtschaft, Arbeit, Technik) sowie dem Dualen Lernen der RVO als Pilotprojekt des Bezirklichen Bündnisses für Wirtschaft und Arbeit in Marzahn-Hellersdorf durchgeführt.

Teilnehmer*innen waren Schüler*innen der 8ten und 9ten Jahrgänge sowie Teilnehmer*innen der Tandem Tagesgruppe. Die praktische Umsetzung fand in den Räumen und Werkstätten der TÜV-Rheinland-Akademie in Marzahn, unter Mitwirken von den Werkstattmeistern, statt. Sicherheitsschuhe für alle TeilnehmerInnen wurden vom Ausrüster MEWA gespendet, sodass die Jugendlichen die Vorschriften in den Werkräumen einhalten konnten.

Unter dem Motto – Entdecken, Entscheiden, Herstellen – traf sich zwischen Februar und Mai 2012 wöchentlich eine Gruppe von ca. 15 Schüler*innen, begleitet von den Caiju e.V. Coaches Anne Marijn Koppen und Tobias Fiege.

BerufsHaus Pilotprojekt

Während des knapp vier Monate dauernden Arbeitsprozesses gelang es den Jugendlichen vor allem durch die Mischung von handwerklichen, künstlerisch-kreativen und reflexiven Elementen des Projekts, ihre beruflichen Vorstellungen zu schärfen und gerade für die Arbeitswelt relevante Kompetenzen wie Verantwortung, Verbindlichkeit, Teamwork, Initiative etc. zu erproben.

BerufeHaus war ein auf Anhieb erfolgreiches Modell für Inklusion in der Berufsorientierung geworden und zog von unterschiedlicher Seite Aufmerksamkeit auf sich, worüber in den folgenden Abschnitten mehr zu erfahren ist.

 

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März 2012 - Pilotprojekt BerufeHaus mit einem Stand bei "Aktionstage für Arbeit und Ausbildung" im EASTGATE, Marzahn

Bürgermeister zu Besuch

Drei Werktage hatten die Schüler*innen der Rudolf-Virchow-Oberschule und der Tandem Tagesgruppe an ihren Modellen für das BerufeHaus-Pilotprojekt gearbeitet. Nach einem ersten Antasten in professionellem Ambiente der Werkstätten der TÜV Rheinland Akademie und mit Sicherheitsschuhen von MEWA ausgestattet, recherchieren die Schüler*innen nach Firmen, in denen sie ihre Wunschberufe verwirklicht sehen. Ein passender Zeitpunkt um sich als Projekt im Rahmen der Aktionstage für Arbeit und Ausbildung im EASTGATE der Öffentlichkeit präsentieren.

Der Buergermeister besucht BerufeHaus
Schüler*innen der Rudolph-Virchow-Schule und der Tandem Tagesgruppe mit Stefan Komoß, Bezirksbürgermeister von Marzahn-Hellersdorf.

Zum sechsten Mal fand diese Orientierungs- und Vermittlungsmesse für Berufsausbildung, Studienorientierung und Arbeitsvermittlung statt. Über sechzig regionale und überregionale Unternehmen und Institutionen waren 2012 anwesend. Beste Chancen also für die Schüler*innen, sich bei den Ausstellern direkt zu orientieren und mit BerufeHaus sogleich für ihre eigenen Talente und Ideen zu werben.

Natürlich konnte es nicht schaden, sich bei dieser Gelegenheit mit Stefan Komoß, dem neuen Bürgermeister von Marzahn-Hellersdorf, ablichten zu lassen.

 

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Zertifizierung

Mai 2012 - Pilotprojekt BerufeHaus Abschlussveranstaltung

Am Ende erhielt jede Teilnehmer*in ein Zertifikat und das gemeinsam erstellte BerufeHaus konnte unter Anwesenheit aller Partner*innen präsentiert werden.


Die offizielle Abschlusspräsentation von BerufeHaus fand in der Rudolf-Virchow-Oberschule statt. Zwei junge Teilnehmer des Projekts stellten Eltern und nachrückenden Schülern unterer Klassenstufen das Projekt vor.


In Form eines Firmen-Zertifikats wird Herrn Hain von MEWA für die freundliche Unterstützung und das Engagement – der sogenannten Corporate Social Responsibility (CSR) – im Übergangsfeld Schule-Beruf gewürdigt.


Die RVO und Tandem sowie das Jugendamt Marzahn-Hellersdorf bekamen für ihre Kooperationsbereitschaft und eingebrachten Ideen eine Auszeichnung für Innovation.

BerufeHaus Zertifikat

Leroy und Michael, zwei Leistungsträger des Projekts, zeigen sichtlich zufrieden Ihre Zertifikate.



Zertifikate - Name, Geburtstag- und Monat geändert. (Für eine größere Ansicht, bitte auf die Fotos klicken)


Im Rahmen eines Inklusionsprojekts sind Jugendliche, mit ganz verschiedenen Leistungsgrenzen, Teilnehmer*innen von der gleichen Gesamtgruppe. Eine logische Gefahr besteht darin, dass Leistungsvergleiche so dominant im Raum stehen, dass "die Guten" sich noch mehr hervorheben und "die Schlechteren" sich dadurch noch schlechter fühlen und dadurch die Motivation verlieren. Es ist daher eine absolute Notwendigkeit, die Rahmenbedingungen so zu bestimmen, dass jede Teilnehmer*in vor allem im "Wettbewerb" mit sich selbst steht. Dazu dienen kreative Medien, bei denen es keine "richtige Antworten" gibt. Als "Nebenaktivität" oder "Zuliefermedien" können danach jegliche schulischen Fächer eingesetzt werden: Mathe für Baupläne, Deutsch für Frageformulierungen, das Fach "Medien" für Filmaufnahmen etc. Die größte Herausforderung für den Gesamtprozess liegt am Ende darin, Texte für die Zertifikate zu entwickeln, die den Geist der Inklusion für die Zukunft der Teilnehmer*innen fördern. Deshalb zeigen wir hier zwei Beispiele, in welchen nur Namen und Geburtstage geändert wurden, die Inhalte aber authentisch sind. Ein Zertifikat ist von einer Schüler*in der Oberschule, das andere von "einem nicht beschulbaren" Jugendlichen. Es wird nicht aufgeklärt, welches zu welcher Person gehört.


 Mehr über die fachlichen Hintergründe im Themen-Notiz Wie verstehen wir bei Caiju „Inklusion“?

 

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BerufeHaus beim „Deutschen Aktionstag Nachhaltigkeit“

2012 - Berlin Alexanderplatz

Nachdem das Pilotprojekt Ende Mai mit einer Darbietung in der Rudolf-Virchow-Oberschule in Marzahn-Hellersdorf erfolgreich abgeschlossen werden konnte, wanderte das BerufeHaus am 04.06. auf den Alexanderplatz. Hier war Caiju e.V. im Rahmen der Veranstaltung „Nachhaltigkeit macht Schule – Schule macht Nachhaltigkeit“, mit einem Stand vertreten, den das BerufeHaus bestens schmückte.


Der „Deutsche Aktionstag Nachhaltigkeit“ am 4. Juni auf dem Alexanderplatz bot eine passende Plattform, um das BerufeHaus einer breiteren Öffentlichkeit zu präsentieren.


Melanie und Michael, die sich im Projektverlauf durch kommunikative Kompetenz hervorgetan hatten, beantworteten den Besuchern Fragen mit der Unterstützung durch das Teams von Caiju e.V.

 

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BerufeHaus bei einer Wohngruppe der Helmut Ziegner Stiftung

Erstes Halbjahr 2014 - Johannistal, Bezirk Treptow-Köpenick im Rahmen des Modellprojekts "Stadtteil-Pilot"

Nach der erfolgreichen Entwicklung und Pilotierung von BerufeHaus 2012 in Marzahn-Hellersdorf war es zu keiner direkten Weiterführung mit den Projektpartnern gekommen. Sowohl die Schule, als auch der Bildungsträger hatten förder-technisch keine Möglichkeit aus BerufeHaus eine Regel-Struktur zu machen und Caiju sah - nachdem das Gesamtmodell für dieses Klientel bereits voll ausgereift war - keinen Grund für eine Bemühung um weitere Quellen für Projektförderung, die sowieso nur für eine kurzfristige Laufzeit von ein paar Jahren reichen würden. Caiju e.V. konnte sich damit auch auf die Entwicklung größerer Plattformen konzentrieren: die weitere  ⇨ TeenKom Entwicklung, die Entwicklung vom Beteiligungskonzept  ⇨ Tage des Handwerks, welches 2014 zu Kooperation mit der Berliner Handwerkskammer führen sollte sowie mit zwei mehrjährigen Projekten mit regionaler Dimensionen,  ⇨ Praxis-Clearing für Spandau und  ⇨ Stadtteil-Pilot für Treptow-Köpenick.

Im 1. Quartal 2014 wurde das von Caiju 2012 entwickelte und erfolgreich erprobte Verfahren „BerufeHaus“, als Ansatz für Stadtteil-Pilot eingesetzt. Antrieb bildet die Aufgabe, Abteilungen bzw. kleine Zimmer in einen 1 m3 großen Kubus, ausgehend von selbst recherchierten Arbeits- und Lebenswelten, einzurichten. Um die entsprechenden Berufe kennen zu lernen, suchen die Jugendlichen Betriebe auf, führen Filminterviews durch und bringen ihre eigenen Praxiserfahrungen mit ein.

 

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BerufeHaus Fotogeschichte

Fotos vom Pilotprojekt 2012

Ausgangspunkt des Projekts war dieser 1m³ große Kubus. Er bildete eine feste Grundstruktur und zugleich einen gestalterischen Möglichkeitsraum, der bei den Teilnehmern sogleich einen bunten Strauß voller Ideen hervorlockte.


Zum Aufwärmen gab es zunächst kleine Übungen zur Holzbearbeitung.


Die engagierten Werkstattmeister von TÜV Rheinland vermittelten dabei hilfreiche Tipps und Tricks.

Zu diesem Zeitpunkt glaubten die meisten Teilnehmer*innen wohl noch nicht, dass derart sorgfältige und fachgerecht anmutende Werke, wie beispielsweise "Michaels Brücke" (hier noch im Rohbau zu sehen), möglich wären.

Die Jugendlichen bereiteten ihre Bauwerke z.B. durch Skizzen vor. So auch Debora, damit sie ihr "Tierkäfig-Modell" besser planen konnte...

...andere stellten selbständig Recherchen zu ihren beruflichen Interessen im Internet an. Projektspezifische Formulare waren zur Dokumentation sehr hilfreich.


Im Zentrum der Inspirationsentwicklung standen jedoch Firmenbesuche und Interviews mit Unternehmen aus der beruflichen Praxis. Wie hier zu sehen ist, stellen Valeria, Ilona und Alina in einer Bäckerei für ökologische Backwaren ihre gut vorbereiteten Fragen:

Und sie kamen, zunächst noch ein wenig zurückhaltend, dann aber immer besser

...mit dem Geschäftsführer ins Gespräch. Es entstand ein besonders interessantes Interview, weil dieser Mann auf eine bunte und couragierte Laufbahn von verschiedenen Arbeitsgebieten zurückblicken kann und den Jugendlichen wertvolle Hinweise für ihre berufliche Orientierung zu geben vermochte.


Den Meister der Kfz-Werkstatt zu befragen war dann doch eher die Sache der Jungs,....



...die den Erklärungen ihres Interviewpartners interessiert und konzentriert zuhörten. Die wichtigsten Fakten wurden dabei festgehalten.


Marcell war wie die anderen etwas überrascht, dass es den Begriff Kfz-Mechaniker nicht mehr gibt. Er wurde inzwischen durch den des Kfz-Mechatronikers ersetzt.

Valeria bewies Gespür für die Inhalte des Projekts und schlug ein ihr bekanntes Ausbildungsrestaurant zur Besichtigung vor,...



...wo prompt ein Interview mit der Geschäftsführerin umgesetzt werden konnte.

Man gewährte uns einen Blick in die Küche,...



...wo fröhliche Azubis anzutreffen waren, die gern über ihren Berufseinstieg und die tägliche Arbeit berichteten.



Bei dem Besuch der Metall-Werkstatt von TÜV Rheinland wurde Hand angelegt.


Die dortigen Azubis zeigten unseren Jugendlichen die richtige Technik beim Schweißen,...



...während der Werkstattmeister seinen Arbeitsbereich detailliert erläuterte.

Dominic zeigte Initiative und begann, nachdem er entsprechende Arbeitskleidung angelegt und Augenschutz bekommen hatte, mit der Schweißerübung.


Zuerst nahm er Maß,...


...dann ging es richtig los.


Gar nicht so einfach, eine saubere Schweißnaht zu ziehen,...


...doch das Ergebnis konnte sich für einen Anfänger sehen lassen, wie aus fachmännischem Blickwinkel bestätigt wurde.


Aber bei BerufeHaus kommt es weniger auf die fachmännische handwerkliche Leistung an, sondern vielmehr stehen Entdeckungen und Ideen und deren Umsetzung im Mittelpunkt.


Melanie nutzte das Angebot des BerufeHaus-Konzepts, sich vielfältig orientieren und etwas anderes ausprobieren zu können. Obwohl sie praktisch eher den sozialen Bereich in ihre engere berufliche Wahl zieht, modellierte sie einen Tatort.


Wladislaw und Wladimir modellierten ein Fußballstadion, wobei sie ihr freizeitliches Engagement im sportlichen Bereich einbrachten.


Manche Objekte im BerufeHaus vereinen eine Mehrzahl von Berufen, wie z.B. Michaels Brücke.


Dies ist ein Tierkäfig, gestaltet von Debora. Sie möchte später als Tierpflegerin tätig werden. Bei ihrer Mitarbeit zum BerufeHaus gelang ihr das Zusammenspiel von Theorie und Praxis besonders gut und der Weg von der anfänglichen Recherche und Skizze zum Modell wurde plastisch.


Tobi, Alex und Dominic arbeiteten am besten im Team und fertigten eine Halfpipe an, die einen eher lebensweltlichen Zusammenhang der Erbauer hervortreten lässt.


Dennis nahm sich den Unternehmensbesuch in der Bäckerei zum Vorbild, den er gestalterisch umsetzte und seinem Berufswunsch eine Kontur gab.


Ein weiteres Werk aus dem architektonischen Feld von Michael, hier noch im Entstehen: ein zweistöckiger Bahnhof. Sein Interesse liegt im Verkehrswesen, doch ließ seine stets proaktive Mitarbeit ein breites berufliches Potenzial erkennen.


Ein Gruppenfoto darf am Ende nicht fehlen. Von Links: Wladimir, Ilona, Debora, Wladislaw, Leroy, Michael, Elsa, Melanie, Alex, Tim und David. Alle, auch die am Fototermin verhinderten Jugendlichen, bekamen von den Caiju Coaches für ihre Teilnahme das BerufeHaus-Zertifikat mit einem persönlichen Kompetenz-Profil.