Projekte von Jugendlichen

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Beteiligung Jugendlicher

Jugendprojektentwicklungsfonds

Jugendliche aus dem Spandauer Falkenhagener Feld haben seit 2014 eine Plattform "Jugend bewegt" für die Entwicklung von eigenen Projekten etabliert. Ermöglicht wurde dies durch den Jugendprojektentwicklungsfonds, ein Förderinstrument und Coaching-Verfahren, entwickelt von Caiju. Aktuell wird das Instrument in Hellersdorf Nord etabliert und in anderen Berliner Bezirken vorgestellt.

Der Ansatz ist als Hilfe zur Selbsthilfe konzipiert. Er zielt darauf ab, Situationen zu kreieren, die auf Augenhöhe stattfinden - zwischen Jugendlichen und etablierten Strukturen und Akteur*innen sowie zwischen verschiedenen Altersgruppen und Gruppierungen von Jugendlichen selbst.

Der Jugendprojektentwicklungsfonds als best Practice Projekt des Monats Oktober/November 2015 auf dem ⇨ Dachportal der Berliner Quartiersmanagements

Jugendprojektentwicklungsfonds Poster

Institutionen und Fördersysteme als Partner*innen jugendlicher Projektentwickler*innen

Jugendprojektentwicklungsfonds bedeutet begleitendes Coaching und die Implementierung von Rahmenbedingungen, die Jugendliche zu eigenständigem Handeln und selbstständiger Projektentwicklung anleiten. Jugendliche verstehen sich hier nicht bloß als „Teilnehmer*innen“ bei gelegentlichen „Events für Jugendliche“, ermöglicht durch Institutionen und aktuelle Fördermittel. Stattdessen verstehen sie entstehende Projekte als ihre eigenen und sehen dabei die Institutionen und Fördersysteme vor Ort als ihre Partner*innen an.

Nach der Erprobung des Ansatzes haben sich einige bemerkenswerte Ergebnisse gezeigt:

  • nur ca. die Hälfte der Projektideen haben Jugendliche zur Zielgruppe. Die andere Hälfte sind bspw. Kindern, älteren Menschen, Frauen oder auch der Politik bzw. Institutionen der Zielgruppen gewidmet.

  • sobald die Teilhabe der Jugendlichen als Projektentwickler*innen glaubhaft sichergestellt ist, nimmt die Verbindlichkeit und Verantwortlichkeit sprunghaft zu: Selbstwirksam wird überlegt, wie nötige Ressourcen und Mitstreiter*innen eingebunden werden können. Die Jugendlichen bestehen darauf eine eigene Facebook-Gruppe zu gründen, sie gehen sparsam mit Mitteln um und leihen lieber bei Bekannten und Verwandten Sachen aus, anstatt gleich zu kaufen.

 

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Herkömmliche Jugendpartizipationspolitik:

"Bist Du nicht motiviert, ist Teilhabe nicht dein Ding!"

Seit 2002 verfolgt das Team um Caiju die Entwicklung und den Einsatz von Förderinstrumen-ten zur Beteiligung Jugendlicher. Im selben Jahr entstand das ⇨ Basisverfahren TeenKom im Rahmen von Caijus Vorläuferprojekt ArtSourceLab. Der verliehene 1. Innovationspreis der Jugend- und Familienstiftung des Landes Berlin für das TeenKom-Konzept war auch ein Signal, dass wir uns hier auf einem Gebiet mit politischer Kraft befinden. 2004-2010 nahm ArtSourceLab als stimmberechtigtes Mitglied im ⇨ Bundesnetzwerk für Bürgerschaftliches Engagement (BBE, der offiziellen Dachplattform für Partizipation in Deutschland, gegründet 2002) teil und konnte somit die Entstehung zahlreicher Förderprogramme für Jugendpartizipation mitverfolgen und dazu mitdiskutieren. Der Austritt aus dem BBE begründete sich in der fehlenden Bereitschaft der Mitwirkenden, auch "das Arbeiten und Geld verdienen" in die Partizipationsdiskussion aufzunehmen.


Mit dem Konzept TeenKom wurde eine Position bezogen, die - wie sich herausstellte - bis heute deutschlandweit einzigartig ist. In der allgegenwärtigen Partizipationsdebatte sind den Themen Arbeit und Geld verdienen allerdings kein Raum eingeräumt worden. Die Gründe hierfür liegen einerseits in bildungspolitischen Bedenken. Jugendliche sollen eben nicht arbeiten, sondern zur Schule gehen, um sich dabei Qualifikationen zu erwerben, die für mehr reichen, als zur Ausübung ungelernter Jobs. Andererseits existieren arbeits- und steuerrechtliche Hürden für das Modell. Dies waren Schwierigkeiten auf dem Weg zum Gelingen von TeenKom. Doch mit der Zeit konnte verstanden werden, dass Jugendliche in dieser Gleichung keine billigen Arbeitskräfte sind, sondern Mitproduzent*innen unserer Gesellschaftswerte - inkl. Geld und Eigentum - und so unter realen Bedingungen Teilhabe erlangen. Trotzdem wir an Gesetzesgrenzen und Grenzen von Gewohnheiten stoßen, muss die Funktion als Mitproduzent*in im Rahmen der "unantastbaren Würde" des Grundgesetzes betrachtet werden. Im Fall des Netzwerks um den Jugendhilfeträger Caiju dauerte der Prozess der Modellentwicklung und der Auseinandersetzung mit Behörden 10 Jahre, bevor gute Praxis erreicht werden konnte. Doch wie es so schön heißt: "Gut Ding will Weile haben!"

Nach der Gründung von Caiju e.V. 2009 konnte die bereits seit 2001 im Rahmen von ArtSourceLab wirkende Interventionsgruppe öffentliche Fördermittel ansprechen und schuf mit "Stadtteil bewegt" eine Plattform für Konzeptentwicklung als "Fallunspezifische Arbeit" (FuA) für das Jugendamt Marzahn-Hellersdorf. Grundlegende Themen von Motivation, Vereinbarungs- und Fairnesspotential wurden u.a. durch die Mitwirkung des ⇨ Institut für Sportwissenschaft an der Humboldt Universität und des ⇨ Institute of Cultural Diplomacy untersucht. Hier konnten belastbare Erkenntnisse über Chancen und Risiken von Jugendpartizipation gewonnen werden.

Die "Jugendjury" als Instrument der Jugendpartizipation trägt einen strukturellen Mangel in sich. Jugendliche werden beim Stellen ihrer Projektanträge nicht Schritt für Schritt angeleitet, so dass sie eigene Ideen sammeln und entwickeln können. In relativ kurzer Zeit entstehen meist Projektanträge von Jugendlichen, die mit Hilfe der Unterstützung des Fachpersonals von Jugendeinrichtungen oder -projekten erstellt sind. Es liegt in der Natur der Sache, dass Jugendprojektanträge dann auch auf Investitionen gerichtet sind, die im Verantwortungsbereich der jeweiligen Einrichtungen liegen. Häufig sind diese nach internem Eindruck ohnedies nicht ausreichend finanziert. Vor allem aber richtet sich diese Form der Antragstellung an Jugendliche, die ohnehin ausreichend motiviert sind, um sich gesellschaftlich zu engagieren. Es bleiben gerade jene Jugendlichen auf der Strecke, die sich nicht so leicht erreichen lassen, denen das Know-how für einen richtigen Projektantrag fehlt und die (noch) nicht organisiert oder eingebunden sind. Für eben diese Jugendlichen gibt es Coaching-Bedarf. Sie müssen erst lernen, was sie erreichen können, wenn sie sich engagieren. In den Debatten um Jugendbeteiligung klafft hier zur Zeit noch eine große Lücke.

Als 2013 in der Projektausschreibung „Beteiligung von Jugendlichen“ des Quartiersmanagements Falkenhagener Feld Ost in Spandau das Instrument „Jugendjury“ als Option erwähnt wurde, sah Caiju die Gelegenheit, dieses Förderinstrument zu analysieren und zu überarbeiten. Dabei wurde eine überzeugende Alternative entwickelt.

(1) Die „Jugendjury“ erfordert Projektskizzen und trifft sofortige Förderentscheidungen

Caijus Erfahrungswerte dazu:

  • Eine fertige Projektskizze vorab erarbeiten zu müssen ist eine riesige Hürde und führt zur Ausgrenzung von Jugendlichen mit eher geringem Bildungs- und Erfahrungshintergrund. Gerade die ersten Schritte: Von der Idee zur Vision und von der Vision zu einem Projekt-Verständnis mit realistischen Vorstellungen über Zusammenarbeit, Zeitpläne etc. sind für ungeübte Jugendliche Neuland. Ein Instrument zur (Förder-)Beteiligung muss schon hier ansetzen, und die vielen kleinen Schritte als Teil des Instruments verstehen.
  • Definitive Förderentscheidungen stehen in kontraproduktivem Kontrast zu den organischen Prozessen der Projektentwicklung von Jugendlichen. Für Jugendliche wird die Reichweite der Projektergebnisse in einem „Learning by doing“-Prozess erst deutlich, wenn sie mittendrin stehen. Deshalb macht es keinen Sinn definitive Projekt-Förderentscheidungen vorschnell zu forcieren. Stattdessen muss das Instrument imstande sein, die vielen kleinen Schritte zu dokumentieren und von Anfang an wertzuschätzen. Manche Projektideen werden früher und spontaner umgesetzt als geplant, andere werden weit getragen aber dann doch aufgelöst oder in neue Ideen umgewandelt. 

(2) Bei der „Jugendjury“ werden (fast) nur Sachkosten finanziert 

Caijus Erfahrungswerte dazu:

  • Schon bei den einführenden Kreativworkshops zur Sozialraumanalyse und Ideenfindung im Frühling 2014 (s.u.) wurde klar, dass ca. 2/3 aller Ideen der Jugendlichen als „soziale Ideen“ bezeichnet werden können. Wichtig für sie ist also nicht, dass Geld für Sachmittel zur Verfügung steht, sondern, dass unter Menschen und zwischen Bürger*innen und Institutionen etwas bewegt wird. Dabei ist es auch wichtig traditionelle Strukturen zu verändern.
  • Den Jugendlichen geht es nicht nur darum, „einmal gehört zu werden bzw. einmal etwas anschaffen zu können“, sondern sie sind an längerfristiger operativer Teilhabe an Strukturierungs- und Entscheidungsprozessen als „Mitproduzent*innen“ gesellschaftlicher Zusammenhänge interessiert.
  • Die Rolle als „Mitproduzent*innen“ kann nur dann auf Augenhöhe glaubhaft gewährt werden, wenn auch Jugendliche Anteile der zur Verfügung stehenden Mittel (wie z.B. Fördergelder und Aufwandsentschädigungen) beanspruchen können. Hierbei geht es auch um die finanzielle Wertschätzung ihres Engagements.
 

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"Jugend bewegt" - Die jungen Gründer*innen stellen sich vor

Autorinnen: Hümeyra Özkan, Rojda Özkan

Wie auch der Name sagt, „Jugend Bewegt“, ist eine Gruppe von Jugendlichen die aus dem Falkenhagener Feld kommen. Mit Projekten, Spaß und Teamwork bringen wir Bewegung in unseren Kiez.

Gemeinsam starten wir mit einem Ziel. Wir besprechen, planen, diskutieren und erreichen diese Ziele dann mit entsprechenden Projekten. Alle von uns machen dabei sehr gerne und mit Freude mit.

Mit der Gruppe wollen wir zeigen, dass nicht nur Erwachsene, sondern auch Jugendliche etwas ändern oder auch vollkommen neu machen können ohne viel weitere Hilfe.

Wir treffen uns im 2-3 mal monatlich im Bürgerbüro in der Stadtteilbibliothek. Unsere Arbeitstreffen werden von unserem Coach Eva Zwicker begleitet.

Wir sammeln Punkte - bei jedem Arbeitstreffen und vollendeten Projekten. 1 Punkt hat einen Wert von 2 Euro.

Bei unserem Projekt gibt es verschiedenen Level, die uns bei der Umsetzung helfen. Das erste Level ist die "Projektskizze". In der Skizze halten wir den Namen des Projekts, für wen es sein soll, wo und wann es stattfinden soll etc. fest. Im zweiten Level "Netzwerk", suchen wir Kooperationspartner und sprechen diese an - zum Beispiel wenn wir eine Halle brauchen um ein Fußballturnier für Kinder durchzuführen. Im dritten Level "PR" malen wir z.B. Plakate oder entwerfen Flyer um auf unser Projekt aufmerksam zu machen - für Teilnehmer und Zuschauer. Im vierten Level "Durchführung" führen wir unser Projekt durch und im letzten, dem 5. Level, dokumentieren wir das Projekt - und präsentieren das dann den anderen Jugendlichen aus "Jugend bewegt" bei einem Arbeitstreffen, an Fachtagen oder Gremien.

Alle Jugendliche aus dem Falkenhagener Feld, ab 13 Jahre, können bei uns mitmachen!

Unsere Gruppe kann man am besten durch unser Coach Eva Zwicker unter 0176 496 093 69 erreichen.

NEWS, März 2017

Die jugendlichen Projektentwickler*innen hatten sich eine Fortbildung zum Thema „Projektmanagement“ für die Arbeit mit ihrer Plattform Jugend-bewegt gewünscht.

Dazu konnte in dieser Woche Darya gewonnen werden, eine Professional in diesem Feld. Sie ist seit 2012 in Beratungsprojekten für die Wirtschaft und die öffentlichen Hand tätig und hat sich dadurch eine Expertise in Projektmanagementmethoden erarbeitet.

Das 2-stündige Training mit Darya ließ viel Raum zum Träumen – eine Reise nach Dubai und der dortige Dreh eines Dokumentarfilms wären doch ein prima Projekt – und zum Planen: Recherche, Budgetierung, Erstellung einer Zeitschiene usw.

Darya mit jugendliche Projektentwickler*innen

Am Ende des Trainings gab es viel Lob von allen und für alle Seiten. Nur eine Frage der Jugendlichen stand noch im Raum: „Können wir das nicht wirklich machen?“

 

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"Jugend bewegt" - auf den Spuren ihrer Geschichte

Jugendliche interviewen den Projektpaten Herrn Steinke und fragen auch sich selbst.

 

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Logo-Prozess

Die Gruppe Jugend bewegt wünscht sich für die Öffentlichkeitsarbeit, der Bekanntmachung ihrer Gruppe und deren Projekte, sowie für das Gemeinschaftsgefühl ihrer Gruppe, ein eigenes Logo.

Jugend-bewegt Logo

Neun Schritte zum Logo

  1. Äußerung des Wunsches nach einem eigenen Logo
  2. Brainstorming zum Vorgehen „Wie entwickelt man ein Logo?“
    • es soll Jugendliche ansprechen
    • es soll in unterschiedlichen Formaten (Brief, Banner, Internetauftritt) immer noch leserlich sein – Wiedererkennungswert muss gegeben sein, muss aber nicht zwingend immer komplett gleich sein
  3. Eine 2er Gruppe (Elif und Sevde) schlagen vor, bis zum nächsten Arbeitstreffen einen Entwurf zu gestalten. So sieht dieser erste Entwurf aus:
    Jugend-bewegt Logo Entwurf 1

    Besprechung des ersten LOGO-Entwurfs.

    Lob:

    • das Kürzel JB in der Krone ist toll
    • die Krone ist eine gute Idee, damit können wir das Gefühl besser rüber bringen welches man nach einem durchgeführten Projekt hat.

    Kritik:

    • Die Farbe gelb ist in kleineren Formaten vielleicht schlechter zu erkennen
    • „Jugend bewegt“ ist im kleineren Format nicht mehr leserlich.
    • der Smiley mit Zunge ist zu kindisch
  4. Zwei weitere 2er Gruppen bereiten zwei weitere Entwürfe für ein mögliches Logo vor
    "Jugend-bewegt" Logo Entwurf 2

    Besprechung des zweiten LOGO-Entwurfs.

    Lob:

    • ohne Smiley ist das Logo viel besser (sieht nicht so kindisch aus)
    • "Jugend bewegt" ist besser lesbar

    Kritik:

    • Gelb ist keine gute Farbe, auch wenn Kronen gelb/gold sind – es wäre aber auch ein guter Bruch, die Farbe der Krone einfach zu ändern, schließlich machen wir ja auch „neue“ Sachen in unseren Projekten.
    • Im kleinen Format könnte man das JB vom ersten Entwurf einsetzen oder Jugend bewegt unter die Krone schreiben (auf die komplette Länge der Krone)
    Jugend-bewegt Logo Entwurf 3

    Besprechung des dritten LOGO-Entwurfs.

    Lob:

    • alle drei Logo-Größen sind „anders“ aber trotzdem kann man es sofort erkennen, dass sie „zusammen gehören“ bzw. für das gleiche stehen

    Kritik:

    • Farbkombination könnte verändert werden
    • Die Krone war schon gut
  5. „Wie treffen wir eine Entscheidung?“ Vorgehen: Wir stimmen darüber ab, wem welches Logo am Besten gefällt. Ergebnis: Logo drei erhält knapp die Mehrheit der Stimmen (auch Teilnehmer*innne von "Jugend bewegt" die an diesem Arbeitstreffen nicht anwesend sind werden dazu bewegt eine Stimme abzugeben (alle Logo-Entwürfe werden fotografiert und verschickt, Stimmen werden mit eingerechnet)
  6. das „beste Logo“ soll noch einmal bearbeitet werden und mindestens eine Kleinigkeit der beiden anderen Entwürfe soll aufgenommen werden. Die Farbe soll nochmal geändert werden. Hierzu findet eine Auflistung von möglichen Farbkombinationen statt (jeder äußert Ideen). Anschließend bekommt jede*r von Jugend bewegt 3 Punkte, die zu den Vorschlägen verteilt werden.
  7. Eine 2er Gruppe und eine Einzelperson möchten beide das endgültige Logo gestalten.
  8. Nach über 1 Monat Gestaltungsprozess werden diese beiden Entwürfe eingereicht und die letzte Abstimmung erfolgte am 16.06. 
    Jugend-bewegt Endentwurf 1      Jugend-bewegt EndEntwurf 2
  9. Das Logo war entwickelt!

2014


06.09.14 Teilnahme des Projekts am Stadtteilfest, erstmals Mal präsentiert sich „Jugend bewegt" als eigene Plattform der jugendliche Projektentwickler*innen in der Öffentlichkeit.
29.11.14 Teilnahme von Jugendlichen bei einer politischen Diskussion beim Runden Tisch im Jugendhilfeausschuss Spandau.
19.12.14 Fifa-Turnier für Kinder im Klubhaus.

2015


Ab 07.01.15 Erstellung und Verteilung von Flyern für die abstimmenden Abgeordneten bei der Entscheidung, ob in Spandau eine Stelle für Kinder- und Jugendbeteiligung eingerichtet werden soll.
16./29.1.15 Vorbereitung v. Pressearbeit durch Jugendliche für ihre Plattform „Jugend bewegt" in Zusammenarbeit mit dem QM.
06.02.15 Abschlusspräsentation des FIFA15 - Projektes.
Ab 18.02.15 Ein neuer jugendlicher Coach-Assistent wird eingearbeitet.
27.02.15 Badminton Turnier für Kinder.
05.03.15 Jugendliche des Projekts sind in den Haushaltsausschuss eingeladen. Ein Jugendlicher hält eine Rede.
12.03.15 Tischtennisturnier für Jugendliche.
19.03.15 Filminterview mit Projektpaten Hr. Steinke zu seiner Jugend (siehe unten).
25.03.15 Teilnahme am Workshop: "Der Westerwaldplatz braucht dich!", Kooperation mit der Zufluchtskirchengemeinde und Projekt „Stadtgeschichten" beginnt.
08.05.15 Teilnahme als einzige Jugendliche an der "Ideenwerkstatt für politische Teilhabe" der Friedrich-Ebert-Stiftung. Thema: wie Menschen mit Migrationshintergrund und Geflüchtete sich politisch/gesellschaftlich mehr beteiligen können.
15.-17.5.15 Aktion „Der Platz erwacht" mit „Fußball-Fair-Play-Turnier" und "Halaidance" von „Jugend bewegt".
20.05.15 Projektpräsentation vor dem Quartiersrat.
25.06.15 Billard-Turnier im Klubhaus.
11.07.15 Kunstsprayaktion und Bouleturnier beim „Mitmach-Fest".
12.09.15 Stadtteilfest: Am Projektstand verkaufen Jugendliche Fingerfood. Der Erlös wird für den Kauf von Hygieneartikel für Geflüchtet genutzt.
01.10.15 Jugendprojektentwicklungsfonds ist Projekt des Monats auf der Dachplattform des Berliner Quartiersmanagements.
18.11.15 Vier Projektentwickler*innen leiten zusammen mit der Beteiligungs-Expertin Jeannette Münch einen Workshop bei der Fachtagung „Ich bin dabei" in Treptow-Köpenick.
Nov./Dez.15 Die Jugendlichen beziehen sich auf das Filminterview mit Projektpate Herrn Steinke vom 19.3.15, integrieren ihre eigene Statements. Filmschnitt wird eingeleitet. 
18.12.15. Jugend bewegt lädt ein: Jahresrückblick 2015 im Schwedenhaus.

2016


01.01.16 Das zweijährige Folgeprojekt „Jugend bewegt" beginnt. In Kooperation mit dem Bezirk Spandau, der Stadtteilbibliothek und dem Quartiersmanagement erhalten die jugendlichen Projektentwickler*innen in Begleitung eines Coaches feste Nutzungszeiten im Bürgerbüro am Westerwald Platz. Somit finden zweistündige Arbeitstreffen fortan am ersten Montag und dritten Donnerstag im Monat statt.
Ab Feb. 16 Jugendliche Projektentwickler*innen starten ein PR-Projekt und schreiben den Artikel: „Wir stellen uns vor“ - dabei hinterfragen sie nochmal die Ziele von Jugend bewegt, recherchieren in anderen Zeitungsartikeln zum Umfang des Inhalts und diskutieren in der Gruppe, bis der Artikel steht.
Feb.16 Jugendliche bewerben sich für die „Goldene Göre 2016“ - sie erkennen die Herausforderung und die Schwierigkeiten eines solchen Prozesses und finden Ähnlichkeiten mit dem ersten Level, der „Projektskizze“.
29. Feb.16 Der Film "Jugend bewegt - auf den Spuren ihrer Geschichte" mit Interviewpartner Herr Steinke sowie Statements der Jugendlichen wird publiziert.
Ab März 16 Die Projektentwickler*innen besprechen die Situation von geflüchteten Menschen in Deutschland, Berlin und Spandau. Einige offene Fragen und die Konkretisierung der möglichen Vorgehensweisen um die Gruppe zu vergrößern, führt zu Vernetzung mit den Koordinator*innen der Willkommensklassen in Spandau.
07.03.16 Ideenworkshop – Training für Kopf und Gedankenwelt, Phantasien zulassen und veranschaulichen – Malen und Zeichnen als Instrument für die Möglichkeit, Sprache zu verstehen/erleben/anerkennen. Ein jugendlicher Geflüchteter aus einer Willkommensklasse der benachbarten B. Traven Oberschule ist Gastteilnehmer.
29.03.16 Pressetext veröffentlicht auf die Internetseite des Quartiersmanagements Falkenhagener Feld Ost.
April-Juni 16 Logo-Projekt. In Prozessarbeit sammeln die Jugendlichen Ideen, erarbeiten Skizzen, diskutieren, hinterfragen, beraten und entwickeln dabei gemeinsam ein Logo für ihre Plattform.
April 16 Vorstellung von Möglichkeiten der Jugendbeteiligung in 3 Willkommensklassen der B. Traven Oberschule.
Mai 16 Umfrage Sozialraumanalyse: acht Jugendliche entwickeln einen Fragenkatalog und befragen Anwohner*innen und öffentliche Angebote (Klubhaus, QM, Kirchengemeinden, Vereine, etc.) zu angebotenen Veranstaltungen und unausgesprochenen Wünschen um neue Informationen zu ihrem Kiez zu erhalten und diese ggf. in ihren Projekten zu berücksichtigen.
07.06.16 Vorstellung der Methode des Jugendprojektentwicklungsfonds in Weißensee/Pankow.
Juni 16 Die Arbeit an einen Flyer als Selbstdarstellung von "Jugend bewegt" beginnt.

Nach der einleitenden Abstimmung mit Ämtern, Projekten, Trägern und Institutionen vor Ort sollen Jugendliche sich dem Verfahren annähern können. Durch asymmetrische aufsuchende Arbeit (also nicht bloß Kontakt zu einer Clique in einem Jugendklub) werden Jugendliche gefunden, die den Auftrag annehmen, bei einer Sozialraumanalyse mitzuwirken. Hier sind unbedingt nicht-verbale Medien einzusetzen (Film, Rollenspiel, Malerei, Musik etc.), da ein vordergründig verbalsprachliches Setting die Ausgrenzung der Schulmüden bzw. bildungsfernen "nicht ohnehin motivierten" Jugendlichen verursacht. 

Im Pilotverfahren Beteiligung von Jugendlichen wurde Malerei eingesetzt. Eine bereits häufig gemachte Erfahrung wiederholte sich hier. Die Jugendlichen näherten sich dem Thema auf ganz andere Weise, als es sich das Projektteam ursprünglich vorgestellt hatte. Überraschend stark war die Anbindung im persönlichen "schicksalhaften" Leben. Die Frage "Was gibt es hier im Stadtteil - aus deiner Perspektive?" wurde zunächst biographisch aufgenommen und verarbeitet. Darüber dass, "uns Jugendlichen Ressourcen für Bildung, Soziales und Gesundheit zustehen" gab es kein Selbstverständis. Wie sich die Jugendlichen doch der Beschaffenheit des Stadtteils annähern , erfährt man (authentisch betrachtet) im 3:35 minütigen Film Sozialraumanalyse durch Jugendliche



Der Einsatz von kreativen Medien als Katalysator in sozialen Prozessen bedarf gekonnter Settings und Methoden der Intervention. Es geht nicht darum, bereits vorgefertigte Ideen "zu illustrieren", denn auch hier entsteht Ausgrenzung von Jugendlichen, die nicht gerne verbalsprachlich anaylsieren. Vielmehr sollen Handlungskompetenzen aufgedeckt und eingesetzt werden. Deshalb: Malen im Stehen, flüssige Farben, A2-Format. 

Das Wohlfühlen im Medium ist zentral. Verständliche Hemmungen werden durch spielerische Rahmensettings abgebaut: "Egal was du malst, aber im nächsten Bild muss die ganze Fläche bedeckt sein." Damit kann die Scheu vor dem Medium vergessen werden. Wichtig ist auch die Aufgabe: "In der nächste Malphase [jeweils ca. 15 Min.]) rückst du 2 Plätze nach links und malst auf dem Bild der Kolleg*in weiter", damit es nicht "um meine Gefühle" sondern um "meine Urteilskraft" geht. 



Im weiteren Prozess wird auch mit Reflexionsrunden gearbeitet, in denen Verbalsprache langsam Vordergründig wird. Auch hier öffnet sich allerdings ein emotionaler Raum, indem der Text nicht durch Stifte, sondern durch bewegliche Pinsel und Farbe festgehalten wird.

Wenn die Jugendlichen schließlich im Kontext der Projektvorhaben angekommen sind, sollen Ideen benannt und skizziert werden. Für diesen Prozess eignet sich das Medium Holzkohle auf A2-Zeichenpapier. Es bleibt einigermaßen beweglich (wie flüssige Farben), bleibt jedoch skizzenhaft. Es geht hier primär um die gedanklichen Intentionen und nicht um die vielen Emotionen (die durch farbige Bilder vermittelt werden). 



Es stellt sich heraus, dass 2/3 aller Ideen der Jugendlichen als „soziale Ideen“ bezeichnet werden können (s.o.).


Jugendliche unterscheiden zwischen Mädchen und Jungen, zwischen Jüngeren und Älteren etc. Ein Jugendprojektentwicklungsfonds muss vielfältig wirken und deshalb Jugendliche Projektentwickler*innen aus unterschiedlichen Schichten und Altersgruppen aufnehmen können. Eingangs jedoch müssen die Szenarien so akzeptiert werden, wie sie vorgefunden werden. Deshalb werden Sozialraum- und Ideenworkshops nach Bedarf getrennt durchgeführt: Mit jüngeren Mädchen, älteren Jungs etc. Später zeigt sich, dass Jugendliche dann bereit sind, aus diesen Gewohheitsmustern auszubrechen, wenn ihre Projekte real werden und genug Selbstbewusstsein und Stolz ermöglichen, dass es keine Rolle mehr spielt, wer mit wem arbeitet, sondern einzig und allein die Sache im Vordergrund steht.

Soziale Ideen bedürfen ernsthafter Mobilisierung und der Zusammenarbeit mit Institutionen, Behörden, ressourcenstarker Organisationen, der Politik... und vor allem der anvisierten Zielgruppen. Projektideen von Jugendlichen haben - wie es sich im Pilotprojekt im Falkenhagener Feld zeigte - nicht vorwiegend sich selbst als "Nutznießer".



Offizielle gemeinnützige Stadtteilfeste bieten Gelegenheiten, um Projektideen einzubringen. Hier können Umfragen stattfinden und es gibt Marktstände für allerlei Themen und potentielle Partner*innen der Jugendlichen. Gemeinnützige Projekte zeigen sich meist mit Banner und Sozialwerbung. Die Jugendlichen brauchen hingegen nur ein paar Papierblätter. Alles andere lenkt ab und ist auch im Hinblick auf die finanziellen Mittel unnötig...



...weil das wichtigste Produkt der Jugendlichen die Gespräche sind, die sie führen. Hier (links) im Gespräch mit Bezirksbürgermeister Helmut Kleebank und 30 Minuten später (rechts) mit dem Bezirksstadtrat für Soziales und Gesundheit Frank Bewig. Dies sind Begegnungen, die nicht verabredet waren, sondern alleine durch den Mut der Jugendlichen zustande kommen konnten. Der Fotograf aus dem Caiju Projektteam hielt sich bei der Kontaktaufnahme im Hintergrund. 

Ein erfolgreiches erste Projektjahr mit dem QF3-Projekt ⇨ Beteiligung von Jugendlichen im Falkenhagener Feld (FFO 2014-2015) gab den Anstoß, das erprobte Verfahren als neues Förderinstrument unter der Bezeichnung „Jugendprojektentwicklungsfonds“ zu verankern, zu verstetigen und zu verbreiten. Aufgabe dieses Förderinstruments ist es, Mittel für Honorare (durchschnittlich 2,- €/Std.) für Jugendliche frei zu geben. Sie erhalten dadurch die notwendige Wertschätzung für ihr aktives und produktives Mitwirken in der Entwicklung und Realisierung von eigenen Projekten. Es geht darum, dass ihre Verdienste spürbar sind, aber eine symbolische Bezahlung nicht übersteigen

Das neue Beteiligungsverfahren für Jugendliche hat sich im Vergleich zu herkömmlichen Instrumenten wie z.B. „Jugendjury“ oder „Jugendaktionsfonds“ als niederschwelliger und nachhaltiger gezeigt. Der fachlich präzise Titel „Jugendprojektentwicklungsfonds“ ist umgangssprachlich sperrig. Deshalb sind die mitwirkenden Jugendlichen bereits aufgefordert worden, auch einen Titel für das Verfahren zu entwickeln. Ihr derzeitiger (Arbeits-)Titel ist: „Jugend bewegt“.

Wirkungen und Ziele

Das Ziel eines „Jugendprojektentwicklungsfonds“ ist es, eine selbst-regenerierende Grundstruktur der Beteiligung zu schaffen. Wie bei einem „Betriebssystem“ sollen grundlegende Verfahrens- und Ordnungsprinzipien etabliert werden, erfahrene Jugendliche lernen neue an etc. Wenn dies erst erreicht ist können die Jugendlichen

  • bei verschiedensten Themen einbezogen werden, weil sie es gewohnt sind zu diskutieren und zu argumentieren. Themen sind dann sinnbildlich wie „Plugins“ bzw. Programme, die mithilfe des Betriebssystems in Kontext gebracht werden und Ergebnisse hervorbringen.
  • eigene Lösungen erarbeiten und umsetzen (nicht bloß passiv vorschlagen).
  • sich um weitere Ressourcen für Projektumsetzungen kümmern, bspw. indem Geräte und andere Mittel von Bekannten, Sponsoren oder Institutionen ausgeliehen werden oder indem die Jugendlichen die Finanzierung von Sachmitteln beim QM-Aktionsfonds, beim Jugendaktionsfonds, in der BVV oder aus anderen Quellen beantragen.

Punkte, Levels, Arbeitstreffen

Jugendprojektentwicklungsfonds Förderkriterien

  • Die Jugendlichen werden zum jeweiligen Level eine Einführung durch einen Workshop erhalten.
  • Die Jugendlichen können mit ihrer Idee alle Level absolvieren, aber auch vorher aussteigen und eventuell das jeweilige Projekt an Andere abgeben.
  • Für jeden absolvierten Level erhalten die Jugendlichen ein Honorar.
  • Sollten nach einem gewissen Entwicklungsstand neue Mitstreiter gebraucht werden, weil andere ausscheiden oder mehrere Akteure gebraucht werden, kann der 2. Level wiederholt werden.
  • In jedem Level müssen Punkte gesammelt werden, die gemeinsam mit den Jugendlichen festgelegt werden.
  • Ein Level ist dann absolviert, wenn alle Punkte eingesammelt sind.
  • Punkte werden auch für aktive Teilnahme an Arbeitstreffen sowie für andere Aktivitäten vergeben, die die Projektentwicklung bereichern.
Levels


Beteiligungsverfahren

Das Beteiligungsverfahren, das 2014-2015 im Projekt „Beteiligung von Jugendlichen“ entwickelt wurde, soll im Folgeprojekt „Jugend bewegt“ bis Ende 2017 weiterhin optimiert und als Rahmenverfahren beim „Jugendprojektentwicklungsfonds“ dienen. 

Akquise von Jugendlichen - findet zu ca. 50% durch Institutionen und Projekte (Klubhaus, Streetwork etc.) und zu 50% durch aufsuchende Arbeit der Projekt-Coaches sowie durch „Mundpropaganda“ unter Jugendlichen statt. 

Das Verfahren zum Jugendprojektentwicklungsfonds 

  1. Punkte sammeln - zu bestimmten Terminen treffen sich Projektgruppen, nach Bedarf in Anwesenheit der Projekt-Coaches. Die Jugendlichen sammeln dabei Punkte für ihre Teilnahme, und extra Punkte für ein engagiertes Mitwirken und Beiträge, die vorbereitet wurden bzw. Arbeiten oder Aktionen, die seit dem letzten Arbeitstreffen stattfanden. 
  2. Levels - Zusätzlich bekommen die Projektgruppen einen Pauschalbetrag (10–30 €, Höhe je nach Komplexität des Projekts) für jede von den erreichten Projektstufen: „Projektskizze“, „Netzwerkbildung“, „PR“, „Durchführung“ und „Dokumentation“. 

Die Komplexität der Honorarberechnung ist zusammen mit Jugendlichen nach dem Ansatz entwickelt worden, dass Engagement und Leistung fair berücksichtigt werden sollen. Das Verfahren führt zu einer durchschnittlichen Aufwandsentschädigung von ca. 2 €/Stunde. 

Controlling - Durch den Abstimmungsprozess mit der Controlling-Servicestelle hat Caiju e.V. Fragen zu Abrechnung und Honorarverträgen für die Jugendlichen vorläufig ausreichend geklärt. In einem Folgeprojekt soll noch besser im Controllingbereich verankert werden, dass gemäß dem organischen Verfahrenscharakter nicht vorausgesagt werden kann, welcher Jugendliche welche Honorarsumme pro Jahr bekommen wird.


Handlungsfelder der weiteren Modellentwicklung

  • Die Akquise von Jugendlichen (die mithilfe Jugendlicher selbst stattfindet) weiter zu stärken, unter Berücksichtigung einer Vielfalt der ethnischen, sozialen und bildungsbezogenen Herkunft sowie ausgewogener Beteiligung beider Geschlechter und verschiedener Altersgruppen (14 - ca. 25 Jahren).
  • Die Gründung weiterer Projektentwicklungsgruppen zu fördern (nach dem ersten Projektjahr bestanden ca. 5 Themengruppen mit insgesamt ca. 20 aktiven Jugendlichen) unter dem Einsatz erfahrener Jugendlicher als Projektassistent*innen. Bislang waren 2 Jugendliche als Projektassistentin beauftragt.
  • Die weitere Anknüpfung der Arbeit der Jugendlichen in der Öffentlichkeitsarbeit bzw. in der Politik. Aktuell wird eine Rubrik für die durch Jugendliche entwickelten Projekten auf der Webseite des Quartiersmanagements sowie Kontakte zur Presse und zur Politik angebahnt, u.a. durch die Mitwirkung Jugendlicher beim „Initiativkreis Kinder- und Jugendbeteiligung in Spandau“ und durch Anwesenheit der Jugendlichen an Sitzungen des Jugendhilfeausschuss.
  • Weitere Öffnung der Projektentwicklungsgruppen für Teilnehmer*innen aus dem schulischen Kontext, aus anderen Projekten vor Ort, Streetwork, Klubhaus etc. Aktuell kommen viele der mitwirkenden Jugendlichen gleichzeitig aus dem Klubhaus, kennen Streetworker und gehen in die B-Traven OS zur Schule.
  • Etablierung eines „Jugendprojektentwicklungsfonds“ als Regel-Förderinstrument in Regie des Quartiersmanagements, in Zusammenarbeit mit dem Quartiersrat sowie weiteren Entscheidungsträger*innen im Programm Soziale Stadt, beim Land Berlin und zuständigen Bezirksverwaltungen.
  • Erarbeitung eines „Transfer-Prozesses“, wobei Jugendliche mit Erfahrungen im „Jugend bewegt“-Verfahren Projekt-StartUps in weiteren Quartiersmanagements anbahnen bzw. daran beteiligt sind, die politischen und fördertechnischen Hürden dafür abzubauen.
  • Weitere Nutzung und Optimierung des „Förderschlüssels“ für das neue Förderinstrument:
    1. Nach welchen Kriterien können Jugendliche „Punkte sammeln“ und für erreichte Projektentwicklungsstufen („Levels“) honoriert werden, so dass die Verdienste spürbar sind aber auch nicht ein symbolische Bezahlung übersteigen? Hier ist bereits eine vielversprechende Balance gefunden, die allerdings über längere Zeit geprüft und ggf. optimiert werden muss.
    2. Wie viel und wie wenig Unterstützung von professionellen Coaches braucht ein Quartier und brauchen Jugendliche, um den Prozess langfristig am Leben zu halten?
      • Am Anfang (in den ersten Jahren) - ist die Begleitung durch Coaches nötig: Solange bis die „Kultur der Projektentwicklung“ unter Jugendlichen angekommen ist.
      • Im laufenden „Betrieb“ der Konsolidierung – sukzessiv werden mehr Funktionen von Jugendlichen selbst übernommen. Div. Trainings und Netzwerkentwicklungen werden durch einen Coach unterstützt.
      • Längerfristig können Jugendliche ihre Rollen als Projektentwickler*innen weitgehend selbständig umsetzen und weitere Jugendliche einführen. Ein Coach ist hier nur noch punktuell erforderlich.